Stillstand beim Projekt Kein Märchenpark in Melle an der Diedrichsburg

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Das Gelände rund um die Diedrichsburg steht für einen Märchenpark nicht zur Verfügung. Foto: Archiv/Gert WestdörpDas Gelände rund um die Diedrichsburg steht für einen Märchenpark nicht zur Verfügung. Foto: Archiv/Gert Westdörp

Melle. Noch immer ist offen, wie es mit dem Projekt Märchenwald weitergeht. Es war unter Federführung des Stadtmarketingvereins entwickelt worden und sollte am Weberhaus realisiert werden. Dessen Eigentümerin aber war mit dem Konzept nicht einverstanden. Auch der Standort Diedrichsburg ist vom Tisch.

Das bestätigte auf Anfrage Elke Freifrau von Vincke auch im Namen ihres Mannes. „Da wollen wir keinen Märchenpark sehen, denn ein solches Projekt und ein Wildpark vertragen sich nicht, das ist einfach zu gefährlich.“ Wildschweine seien halt wilde Tiere und würden sich mit Spielgeräten aller Art nicht vertragen. Ein Einzäunen der einzelnen Märchenstationen sei zudem viel zu aufwendig. Sie selbst sei früher gerne in den Meller Märchenwald gegangen und wisse daher, dass der von Illusion und Romantik lebe.

Vermessung gestoppt

Josef Theißing, der das Projekt für den Stadtmarketingverein maßgeblich betreut, bestätigte den momentanen Stillstand. Die Vermessung des Geländes am Weberhaus für rund 10000 Euro sei zunächst gestoppt worden, bis dort „Verfahrenssicherheit“ bestehe. Nach wie vor hält Theißing das Areal rund um das Weberhaus für am besten geeignet. Mit der jetzigen Eigentümerin sei das Konzept aber nicht zu verwirklichen. Da jetzt auch die Diedrichsburg ausfalle, richte sich der Blick auf den Grönenbergpark. Der europaweit tätige Freizeitpark-Planer Jürgen Bergmann (Görlitz) komme nächste Woche erneut nach Melle, um Alternativen rund um das Weberhaus oder in dem Park zu prüfen, sagte Theißing.

Maklerfirma beauftragt

Weberhaus-Eigentümerin Iris Höcker zählte ihre Prioritäten auf: Verkauf des Hauses oder Verpachtung an einen Gastronomen. Mit dem Verkauf habe sie die Maklerfirma Engels und Völker beauftragt. Außerdem stehe sie mit Meller Gastronomen wegen einer Verpachtung im Gespräch. Das sei im Übrigen eine Variante, die Bürgermeister Reinhard Scholz in Gesprächen mit ihr favorisiert habe.

Nur mit anderem Konzept

Auch den Märchenpark hat Iris Höcker noch nicht ganz abgeschrieben. „Aber dann mit einem anderen Konzept und ohne Herrn Theißing.“


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