Herbstversammlung in Welling Vielfältige Arbeit der Meller Jäger

Von Conny Rutsch

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Wellingholzhausen. Dass Jäger nicht nur totschießen, sondern sich um viele und sehr unterschiedliche Arbeiten rund um die Jagd kümmern, wurde am Mittwochabend bei der Herbstversammlung im Haus des Gastes in Wellingholzhausen deutlich.

Einen langen Vortrag über die Fangjagd der Prädatoren (Räuber) in den Revieren hielt Referent Anton Maas aus Geseke-Störmede, offensichtlich Inhaber eines Vorzeigereviers im Raum Soest, das kaum ein Jäger im Grönegau sein Eigen nennen kann. Unter Aufsicht erfahrener ehrenamtlich tätiger Jäger erlangten im vergangenen Jahr 25 Prüflinge ihre Zeugnisse für die Jägerprüfung. Drei schafften das „Grüne Abitur“ nicht. Fritz Mithöfer, Jägermeister und Vorsitzender der Jägerschaft Melle, wünscht sich, „dass viele Revierinhaber den Jungjägern die Möglichkeit geben, Erfahrungen zu sammeln“. Er bat darum, Ursachenforschung über den Rückgang des Fasanenbesatzes zu betreiben und Verantwortung dafür zu tragen, die Jagd auf sie mit Vorsicht auszuüben.

Auch im Grönegau scheint die Hasenpest – Tularämie – ausgebrochen zu sein. Fritz Mithöfer bittet darum, sich auf der Internetseite der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) schlau zu machen und erlegte Hasen einzusenden, um die Ausbreitung der Krankheit testen zu lassen.

Kreisjägermeister Helmut Spieker machte kritisch auf die veränderten Jagdzeiten für bestimmte Wildtiere in Niedersachsen aufmerksam. „Ich bitte Sie darum, den Rehbock zu den üblichen Terminen zu bejagen“, sagte er.

Dass die Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft immer Anklang findet, betonten Detlef Radke und Ingrid Diekmann, die auch in diesem Jahr wieder mit ihrem Team in Kindergärten, Schulen und zu anderen Veranstaltungen mit dem Infomobil der Jägerschaft unterwegs war. Detlef Radke dankte ausführlich der Berichterstattung im Meller Kreisblatt für ihre positiven Artikel.

Für die drei Bläsergruppen im Grönegau sprach Karl-Heinz Horst, für die Hundeausbildung Wilhelm Kollmeyer, der Welpenbesitzer ermutigte, sich frühzeitig mit ihren Jagdhunden zur Ausbildung anzumelden.

Die Schießergebnisse der Hegeringe verkündete Schießwart Volker Kögel aus Buer und vergab die Wanderpokale: Die Saufeder für den Gewinn der Hegeringvergleichschießens Flinte holten sich die Jäger aus Oldendorf. Erstplatzierte im Flinteneinzelschießen waren Frank Schlattmann, Buer, Michael Niermann, Melle, und Ulli Schnücke, Buer. Die Damschaufel im Büchsenschießen erschossen sich wieder die Jäger des Hegerings Wellingholzhausen. Einzelgewinner waren Ulli Schnücke, Michael Niermann und Hubert Borgelt, Wellingholzhausen.

Für langjährige Mitgliedschaft ehrten die Jägermeister Spieker und Mithöfer insgesamt vier Jäger für 25 Jahre, elf für 40 Jahre und Dieter Finke-Gröne, Heinrich Elscher und Dieter Rieke für 50 Jahre. Die Verdienstnadel in Silber für ihre vielfältige ehrenamtliche Arbeit im Bereich Jägerprüfung und Öffentlichkeitsarbeit erhielten Heinz-Adolf Böckmann, für seine Verdienste als langjähriger Hegeringleiter Harro von Lilienfeld.


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