Singeworkshop mit Bea Nyga Kirchenlieder für katholische Frauengemeinschaft Melle

Von Conny Rutsch

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Über 100 Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft lernten unter der Leitung von Bea Nyga (vorne) neue Kirchenlieder. Foto: Conny RutschÜber 100 Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft lernten unter der Leitung von Bea Nyga (vorne) neue Kirchenlieder. Foto: Conny Rutsch

Melle. Warmherzig, charmant und Musikerin durch und durch: Das ist Bea Nyga. Die Sängerin und Musikpädagogin aus Köln war am Sonnabend nicht zum ersten Mal zu Gast bei der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) in Melle und leitete einen Singeworkshop der so ganz anderen Art.

Eingeladen worden war sie von Veronika Pütker, der Sprecherin des Dekanats Osnabrück-Süd. „Überall werden so schöne neue Kirchenlieder gesungen, nur bei uns nicht“, hatte diese sich gedacht und sich an Bea Nyga gewandt. Und das war eine großartige Idee. Hochkompetent, mit einer Prise humorvoller Respektlosigkeit und dem Gespür für die musikalischen Feinheiten studierte die Sängerin und Musikpädagogin neue Lieder ein.

Tipps und Kniffe

So einfach wie genial sind die Tipps und Kniffe, die Bea Nyga in petto hat. „Dieses Halleluja klingt ja wie ein Hallelunein“, spornte sie die Frauen an, die Endung mit Freude zu singen. Oder „Man soll auch atmen“, verriet sie den Sängerinnen, immer mal wieder Lacher provozierend.

Die Kursleiterin mit der schrillen Brille und der frechen Lippenstiftfarbe packte eine ganze Palette ihres großen musikalischen Erfahrungsschatzes aus. Immerhin spielt sie selbst mit den Brüdern Peter und Sebastian Frank aus Hannover und Weimar CDs ein.

Rhythmisches Klatschen

„Ich bin ein Fan deutscher Lieder“, sagt sie, hatte aber trotzdem ein englisches für die Frauen mitgebracht. Und dazu einen genialen Tipp: „Damit ihr alle das „th“ gleich aussprecht und nicht ein „s“ dazwischenrutscht, sprecht das bitte als weiches „d“ aus“, erklärt sie, und schon wird die englische Aussprache einheitlich. Und dann wird es wieder lustig, als sie anmerkt: „He reigns forever“ heißt nicht etwa „Er regnet immer.“ Lacher, gleich darauf wieder Konzentration, eine ungezwungene und fröhliche Arbeitsatmosphäre.

Rhythmisches Klatschen zum Singen birgt auch immer wieder Risiken. Wieder ein Kniff von Bea Nyga: „Auf eins nehmt ihr die Ellenbogen zurück, und auf zwei klatscht ihr.“ Perfektes Timing, alles passt. Über 100 Frauen waren begeistert bei der Sache, und zusammen mit ihrer Chorleiterin gestalteten sie mit ihren neuen Liedern am selben Nachmittag einen Gottesdienst in der Matthäuskirche.

Und noch etwas: Bea Nyga kann als ein großes Vorbild für viele gelten. Seit einigen Jahren muss sie mit der Diagnose Multiple Sklerose leben und mit körperlichen Einschränkungen klarkommen. Unterkriegen lässt sie sich davon nicht. Im Gegenteil, sie engagiert sich inzwischen auch in der Multiple-Sklerose-Gesellschaft.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN