Arbeitskreis zu Besuch Melle das größte von 75 DPD-Depots in Deutschland

Von Marita Kammeier

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Das größte deutsche DPD-Depot besichtigte der Arbeitskreis Schule und Wirtschaft im Gesmolder Gewerbegebiet. Foto: Marita KammeierDas größte deutsche DPD-Depot besichtigte der Arbeitskreis Schule und Wirtschaft im Gesmolder Gewerbegebiet. Foto: Marita Kammeier

Gesmold. Der neue flexible Paketnavigator steuert über das Smartphone exakt das halbstündige Zeitfenster für den Empfang der Lieferung. Das und vieles mehr haben die Mitglieder des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft bei der Besichtigung des französischen Unternehmens DPD GeoPost erfahren.

„Unser Jahresthema Logistik passt perfekt zum Dienstleister mit dem nahtlosen internationalen Netzwerk“, stellte der Vorsitzende Ludwig Woll fest. Ein umfangreiches Programm mit Einblick in die Firmen-, Personal- und Zukunftsstrategie, den Arbeitsalltag mit Paketumschlag und dem Wachstumsmarkt B2C-Service erwartete die Gruppe im Gesmolder Gewerbegebiet.

Das im Jahr 1976 von 18 deutschen Speditionen gegründete Unternehmen gehört seit 2002 zur französischen Gruppe GeoPost und ist seit 2004 weltweit aktiv. Die Pakete erreichen jeden Empfänger in Deutschland in 96 Prozent aller Fälle am nächsten Tag und werden überall in Europa direkt ohne Zwischenstopp transportiert.

Der 2007 im Gewerbepark mit einer Investitionssumme von fast 30 Millionen Euro errichtete neue Gebäudekomplex umfasst eine Gesamtfläche von fast 50000 qm. „Melle ist das Größte von 75 Depots in Deutschland, weltweit sind es 800 und hat ein Alleinstellungsmerkmal als eines der modernsten Paketverteilzentren in Europa“, informierte Personalreferent Bastian Wessel-Ellermann.

Lieferung am Samstag

Täglich seien es etwa 500 bis 600 An- und Abfahrten am Standort mit Abweichungen und einem Paketumschlag von 160000 Stück jeden Tag. Ein Lkw kann mit 500 Paketen beladen werden. Mit dem Transport von täglich 2,5 Millionen Paketen zählt DPD zu einem der führenden internationalen Paket- und Expressdienstleister.

„Es hört sich so einfach an, mal schnell ein Paket von Melle nach Eckernförde, München oder Paris zu bringen. Doch es ist ein harter Job für die 300 Mitarbeiter mit geringer Gewinnmarge von mehreren Cents pro Paket“, erläuterte der Vortragende am folgenden Beispiel: „Heute Morgen haben wir ganz überraschend eine Lieferung von 9000 Paketen mit Label erhalten. Alle müssen gemessen, gewogen, gescannt werden und erhalten einen Barcode, von dem es weit über tausend verschiedene gibt.“

Ab 17.30 Uhr sind die acht Kilometer langen Bandanlagen voll mit Paketen jeglicher Größenordnung, wie die Gruppe staunend verfolgt. 1800 Elektromotoren und 10000 Lichtschranken regeln den Ablauf. Automatische Rotationssysteme sortieren die Pakete nach Postleitzahlen ein, während Kameras eventuelle Schäden dokumentieren. „Jede Sekunde ist bares Geld“, kommentierte der Referent.

Nicht alles ist bei DPD automatisiert. Die bis zu 32 Kilogramm schweren Pakete werden von mindestens acht Personen in die Hand genommen, bis sie beim Empfänger ankommen. „Zettel an der Haustür oder Pakete beim Nachbarn abliefern, das war gestern“, versprach Bastian Wessel-Ellermann und informierte über den ganz neuen Service des Paketnavigators und Life-Trackings.

Hierbei weiß der Kunde zu jeder Zeit, in welcher Straße der Fahrer gerade mit seinem Paket fährt. „Noch zehn Stopps, dann hält er vor meiner Haustür.“ Mit der neuen Online-Plattform gibt der Kunde über die DPD-App, Tablet oder Desktop bequem auf dem Smartphone den Ort und das gewünschte Zeitfenster für das digitale Paket vor, zum Beispiel „Anlieferung von 12 Uhr bis 12.30 Uhr, in die Garage stellen.“

„Das Ziel des Unternehmens ist es, bis 2018 den Marktanteil beim Versand an private Empfänger (B2C) auf 15 Prozent zu verdoppeln“, berichtete der Referent.

Außerdem starte DPD jetzt in vielen Regionen mit der Zustellung am Samstag.


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