Mit Thema Tod beschäftigt Bestattungsunternehmen in Melle besichtigt

Die Gruppe Konfirmanden sah sich die Trauerhalle inklusive geschmücktem Sarg an.

            

              
              Foto: Luisa SpanierDie Gruppe Konfirmanden sah sich die Trauerhalle inklusive geschmücktem Sarg an. Foto: Luisa Spanier

Melle. 14 Konfirmanden der Petri-Gemeinde Melle befassten sich am Wochenende mit dem großen Thema Tod und Beerdigung und besichtigten dafür am Samstagmorgen das Bestattungsinstitut Massmann und Riemann in Melle.

Zuvor hatten sich die jungen Konfirmanden im Konfirmandenunterricht die Frage gestellt, was mit Menschen nach dem Tod eigentlich genau passiert. Diese und auch andere Fragen konnte ihnen Monika Rieke, Inhaberin des Bestattungshauses, beantworten. „Das Projekt soll die Schüler ganz unbedarft an das Thema Tod heranführen“, erklärte sie.

Bei der Besichtigung durften sich die Schüler alle Räume einmal ganz genau ansehen: Nicht nur die Trauerhalle, in der die Trauerfeiern abgehalten werden, sondern auch den Trauerraum, in dem vom Verstorbenen Abschied genommen werden kann.

Besonders beeindruckt waren die Schüler auch von einem Raum, der äußerlich an einen Operationssaal erinnerte und zum Waschen und Desinfizieren von Leichen genutzt wird. „Machen Sie das auch selbst?“ und „Wofür sind denn diese Scheren gedacht?“ lauteten einige neugierige Fragen der Konfirmanden, die sich bewusst für das Projekt entschieden hatten.

Die bewusste Entscheidung war auch Pastor Schröder von der Petri-Gemeinde Melle wichtig: „Man kann niemanden zwingen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen“, erklärte er.

Monika Rieke erläuterte zudem die verschiedenen Arten der Bestattung, erklärte, wie ein Trauergespräch abläuft, und zeigte die vielfältige Auswahl an Särgen, Urnen, Decken und Trauerbriefgestaltungen.

Fast ehrfürchtig wanderten die Schüler, von denen die meisten noch keine persönlichen Erfahrungen mit dem Tod gemacht hatten, durch das Institut und entdeckten die einzelnen Räume mit stiller Zurückhaltung. Nur hier und da wurde eine Zwischenfrage gestellt oder vorsichtig ein (natürlich leerer) Sarg berührt.

Nach der Besichtigung ging es noch auf dem Friedhof weiter. Das Fazit der Konfirmanden lautete schließlich: „Sehr interessant!“


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