240 VW‘s aus ganz Deutschland Melle: „Alles Polo“-Treffen bricht Vorjahresrekord

Schauspieler Sebastian Van Vrey (links) und Organisatorin Kathrin Stähr (rechts) bewunderten den „teuflisch roten“ Derby von Michael Holzwarth (Mitte). Foto: Christina WiesmannSchauspieler Sebastian Van Vrey (links) und Organisatorin Kathrin Stähr (rechts) bewunderten den „teuflisch roten“ Derby von Michael Holzwarth (Mitte). Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. Der Wahnsinn! Am fünften „Alles Polo“-Treffen nahmen 240 Polos teil. Angereist aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland tummelten sich am Sonntag die Wagen auf dem Parkplatz des Hagebaumarktes. Und ob man es glaubt oder nicht, das zog sogar die Ratten magisch an.

Blank polierte Chromteile blitzten in der Sonne, aufpolierte Karossen funkelten augenscheinlich nigelnagelneu. Klar, denn zum fünften Treffen in Melle kommen die Polo-Fans gerne. „In diesem Jahr haben wir 100 Polos mehr als im Vorjahr“, freute sich Kathrin Stähr. Sie gehört zu den Polobladers , die das Treffen seit wenigen Jahren organisieren. Dass es jährlich mehr Teilnehmer werden, zeigt: Dieses Treffen kommt in der Szene gut an.

Die überdachte VIP-Arena präsentierte sich mit einem besonderen Motto – „Tatort – Alles Polo“. Und wer passt wohl besser an einen Tatort als ein teuflisch roter Polo? Mit geöffnetem Kofferraumdeckel stand er da, blank und blitzend. Fast schon trügerisch, wenn da nicht die knöcherne Hand und der Schädel im Kofferraum gewesen wären.

Und die Farbe? Rot, definitiv. Blutrot würde passen. Doch der Fahrer, Michael Holzwarth, klärt auf: „Das ist Ferrari-rot!“ Seit 20 Jahren hat er den VW Derby, der ursprünglich mal grün war. „Der Wagen hat den Beinamen ‚Teuflisch gut‘“, schmunzelt er. Na sicher, das liegt halt am gruseligen Kofferrauminhalt.

Ein bekanntes Gesicht tummelte sich zwischen den Polos auch noch. Der Schauspieler Sebastian Van Vrey, Ermittler in der Serie „Privatdetektive im Einsatz“. Selbst angereist mit einem schwarzen Hummer H2, bewunderte er die vielen Polos und staunte: „Die Besitzer stecken echt viel Herz und Geld in die Autos, das sieht man auf den ersten Blick.“ „Poloverrückt sind wir alle tatsächlich“, so Kathrin Stähr. Und dann verrät sie: „Mein Mann Sascha und ich, wir haben zusammen 16 Polos.“

Trends gibt es zwar („Echt Karbon ist momentan angesagt!“), aber in der Szene ist das erlaubt, was auch gefällt. So erblickte man auf dem Treffen in Melle nicht nur einen Polizei-Polo und einen von oben bis unten goldfarbenen und extrem tiefen Polo. Auch alte Modelle, die mit mehr als drei Jahrzehnten auf dem Buckel elegant-dezent erstrahlten, hatten ihre Anhänger um sich versammelt.

Und die Ratten? Auch die sind gewollt und herzlich willkommen auf dem Treffen. „Ratten nennen wir die Polos, deren äußere Optik richtig ‚ranzig‘ aussieht“, erklärte Expertin Stähr. Na also, nun wäre auch das geklärt.