Klassentreffen im Heimathof 60 Jahre nach der Entlassung aus Mittelschule Melle

Von Conny Rutsch

Vor dem Heimathof versammelte sich die Abschlussklasse der früheren Mittelschule Melle zum Foto nach 60 Jahren. Anneliese Kowert (vorne, Zweite von links) hatte das Wiedersehen organisiert. Foto: Conny RutschVor dem Heimathof versammelte sich die Abschlussklasse der früheren Mittelschule Melle zum Foto nach 60 Jahren. Anneliese Kowert (vorne, Zweite von links) hatte das Wiedersehen organisiert. Foto: Conny Rutsch

Melle. Ob zehn, 25 Jahre oder mehr vergangen sind: die Wiedersehensfreude ist immer riesig. Nicht anders verlief das Klassentreffen der Abgänger von der früheren Mittelschule in Melle am Samstag im Heimathof.

Im alten jetzigen Realschulgebäude neben dem Städtischen Festsaal absolvierten vor 60 Jahren, also 1954, 23 Mädchen und 15 Jungen ihr sogenanntes „Einjähriges“, den Mittelschulabschluss. Ursprünglich waren es mehr. „Aber weil zu der damaligen Zeit die Lehrstellen knapp waren, gingen neun Mädchen und zwei Jungen schon nach der achten Klasse oder etwas später ab“, erzählt die Organisatorin des Klassentreffens, Anneliese Kowert aus Melle.

Alle paar Jahre treffen sie sich, um Erinnerungen auszutauschen und Neuigkeiten zu berichten. „Unser Mitschüler, der jetzt in Südafrika lebt, konnte leider nicht kommen“, sagt Anneliese Kowert. Also überbrückte die weiteste Entfernung zu diesem runden Treffen eine Mitschülerin, die ihren Lebensmittelpunkt in Norwegen hat. „Ansonsten kommen sie aus Essen und Minden, aus Bielefeld und Münster, aus Hamburg oder Bonn.“

Ihr Klassenlehrer war bis zur Entlassung Georg Schmidt. „Zuerst gingen Mädchen und Jungs in getrennte Klassen“, erinnert sich die Organisatorin. Erst später seien sie in einigen Fächern gemeinsam unterrichtet worden. Auch das erste Klassentreffen haben die Mädchen beziehungsweise Frauen für sich organisiert. „Aber dann kriegten die Jungs das spitz und machten mit.“ Und so treffen sich die älteren Herrschaften alle paar Jahre zum Essen und Plaudern und sind ebenso schwer für die Zeitung vor die Linse zu bekommen wie jede moderne Schulklasse auch.