Schüler in der Zirkus-Manege Projektwoche in Melle-Riemsloh mit dem Circus Paletti

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Riemsloh. In einer bunten Show präsentierten alle 135 Schüler der Grundschule Riemsloh, was sie in einem einwöchigen Zirkusprojekt gelernt haben.

Das Publikum genoss die unterhaltsamen Vorführungen in der Atmosphäre des originalen Zirkuszeltes, das die Zirkus-Familie Köllner am Freibad aufgebaut hatte. Bei allen drei Vorstellungen am Samstag und Sonntag war das Zelt gut gefüllt.

Für gute Stimmung und Spaß im Publikum sorgten gleich zum Auftakt die jungen Clowns, die sich vom Zirkusdirektor einfach nicht aus der Manege wegschicken ließen. Jede Aufforderung verstanden sie falsch: „Das ist verboten“, drohte die Autoritätsperson. „Ach so, das ist ein Knoten“, antworteten die kleinen Spaßmacher.

Ihr Feingefühl im Umgang mit scheuen Tieren zeigte eine Artistengruppe, die Tauben sogar dazu brachte, Karussell zu fahren. Wagemutige Übungen auf dem Trapez ganz ohne doppelten Boden gehörten ebenso zum Programm der Riemsloher Kinder wie tänzerische Vorführungen mit Hula-Hoop-Reifen, schwierige Jonglagen mit Tüchern oder rotierenden Tellern, die auf Stäben von einem Artisten zum nächsten weiter gereicht wurden. Neben Tauben wurden auch Tiernummern mit Ziegen und Pferden gezeigt. Zu den Höhepunkten gehörten sicher die Darbietungen auf dem Drahtseil.

In die Vorstellungen wurden auch einige professionelle Nummern der Artisten der Zirkusfamilie Köllner eingebaut. „Damit wollten wir den Kindern zeigen, was mit jahrelangem Training und Ehrgeiz erreicht werden kann“, ging Gabriele Köllner auf pädagogische Hintergründe des Programms ein.

Zirkus-Tradition

„Ich bin erfreut und erstaunt, was unsere Schüler in ihren Gruppen in so kurzer Zeit gelernt haben“, erklärte die Riemsloher Schulleiterin Katja Langkopf. Denn jeder Schüler hatte in der Woche vor den Aufführungen täglich nur jeweils eine Stunde Training in seiner Gruppe. Ansonsten gab es ganz normalen Unterricht. „Ich habe von den Kindern nur Positives über die Trainingsstunden in der Turnhalle gehört, die Leute vom Zirkus Paletti sind offenbar sehr nett und professionell auf alle Schüler eingegangen“, sagte Katja Langkopf.

„Die Auftritte in der Manege geben den Kindern Selbstvertrauen, können Ängste abbauen und Mut machen, Dinge zu tun, die sie sonst nicht machen würden“, ging die Schulleiterin auf Intentionen des Zirkusprojektes ein. „Außerdem lernen die Kinder einen echten Zirkus als Arbeitsplatz und besondere Lebenswelt kennen.“ Die Zirkusprojekte werden in Riemsloh alle vier Jahre durchgeführt, damit alle Kinder in ihrer Schulzeit einmal teilnehmen können.

Der „Circus Paletti“ mit seiner langen Artistentradition (in der sechsten Generation) hat sich seit einigen Jahren auf die Projektarbeit mit Kindern und Jugendlichen spezialisiert. Gabriele Köllner: „Diese Jugendarbeit hat sich sehr bewährt, da alle Kinder aktiv am Programm teilnehmen. Die Proben in den einzelnen Gruppen fördern die Teamarbeit, die Motorik und das soziale Verhalten. Jeder kann seine Fähigkeiten testen und seine Leistungsgrenzen kennenlernen.“


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