Schönheitskur mit Punktlandung Bauarbeiten auf der Mühlenstraße in Melle nahezu fertig

Von Simone Grawe


Melle. Ein neues modernes Gesicht und barrierefrei: Rechtzeitig zum Herbstfest präsentiert sich die Mühlenstraße in einem neuen Gewand. Die Bauarbeiten sind pünktlich zum letzten Freiluft-Event nahezu fertig.

Nachdem die Mühlenstraße Ende der 1980er-Jahre zu einer verkehrsberuhigten Straße und Anfang der 1990er-Jahre zur Fußgängerzone umgestaltet worden war, wird sie mit der aktuellen Neugestaltung nochmals der Zeit angepasst und optisch aufgewertet. Das ist der Stadt insgesamt 200000 Euro wert, die in die Sanierung fließen.

Die Umbauarbeiten in der Fußgängerzone haben Ende Juli begonnen. Seither hat sich im oberen Abschnitt allerlei getan. Dabei verfolgten die Planer vor allem das Ziel, den Charakter eine Fußgängerzone zu betonen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. So soll zum Beispiel eine rote Pflasterung das vormals graue Pflaster unterbrechen und beide Gehwegseiten an mehreren Stellen miteinander verbinden. Der Bereich in der 90-Grad-Kurve wurde komplett rot gepflastert.

Metallfiguren

Im Zuge der Umgestaltungsmaßnahme wurden auch die Betonblöcke, die sich im Eingangsbereich der Fußgängerzone in Höhe von Georg’s Laden und der Kunsthandlung Hörstemeier befanden, entfernt. An die Stelle dieser Bollwerke soll eine offene Treppenanlage treten, die zum Besuch der oberen Mühlenstraße geradezu einladen soll. Die Abbrucharbeiten der Blöcke sind inzwischen erledigt, die Treppenanlage ist aber noch nicht ganz fertig, dieser Bereich ist derzeit noch abgesperrt.

Um den Straßenzug optisch weiter aufzuwerten, werden 23 Bäume gepflanzt. Vorgesehen sind Felsenbirnen, die eine immergrüne Unterpflanzung erhalten. Einen Zierapfel und eine Pyramiden-Hainbuche hatten die Stadtgärtner bereits im Frühjahr in den Grönenbergpark umgepflanzt.

Für eine weitere Verbesserung der Aufenthaltsqualität für junge Familien sorgen künftig siebe Spielgeräte, die in dem oberen Bereich der Mühlenstraße platziert werden. Abgerundet wird das Ensemble darüber hinaus durch Ruhebänke, Abfalleimer und Fahrradständer.

Die neuen Pflanzbeete, die mit rotem Klinker umfasst sind, wurden inzwischen vorbereitet. Zwischen dem Modegeschäft Dacoon und dem Geschäft daneben, das eine Tischlerei als Ausstellungsfläche nutzt, wurden große Steinquader platziert, die Schmuckelemente in Form von stilisierten Bürgern erhalten, die in unterschiedlichen Lebenssituationen zu sehen sind – beispielsweise beim Wandern, Einkaufen oder Gassigehen mit dem Hund. Die Entwürfe stammen von Stephan Leiwe. Die Figuren sind aus Metallplatten gefertigt.

Seine erste große Prüfung wird das neue Pflaster an diesem Wochenende bestehen, wenn Tausende Besucher zum Herbstfest über die neue Flaniermeile bummeln werden. Auch die Stadt möchte die Fertigstellung der neuen Straße mit einer besonderen Eröffnung feiern. Ein Termin wird in Kürze mitgeteilt.