Rasen mähen mit WLAN Planspiel Investor an der Ratsschule Melle

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Mit ihrer Firma „Green Power“ landeten Jan Depenbrock, Felix Wiesner, Aysegül Azattemür, Lisa Barkmeyer und Marvin Kruse (von links) den größten Messe-Erfolg. Foto: Norbert WiegandMit ihrer Firma „Green Power“ landeten Jan Depenbrock, Felix Wiesner, Aysegül Azattemür, Lisa Barkmeyer und Marvin Kruse (von links) den größten Messe-Erfolg. Foto: Norbert Wiegand

Melle. Wenn in einem harten Wettbewerb um Marktanteile innovative Produkte präsentiert werden, dann läuft in der Ratsschule Melle wieder das Wirtschaftsplanspiel „Investor“: Auf der „Fachmesse“ wurden von fünf konkurrierenden Unternehmen per Smartphone-App steuerbare Rasenmäher mit Regensensor, WLAN, Solarzellen, GPS oder kühlender Minibar angeboten.

Die „Fachmesse“ am Donnerstagabend vermittelte den 80 Zuschauern im Forum der Oberschule Einblicke in die Arbeit der fünf Unternehmen „Green Power“, „Green Meadow“, „Green Cut“, „E-Cut“ und „Lawnmower“. Jede „Firma“ bestand aus fünf Zehntklässlern, die die Produkte und Dienstleistungen ihres Betriebes auf der Bühne präsentierten.

Das „Fachpublikum“, das aus Eltern und Lehrern bestand, vergab Punkte für die Produktwerbung, das Marketingkonzept und den Gesamteindruck. Mit 225 Punkten hatten Marvin Kruse, Felix Wiesner, Jan Depenbrock, Lisa Barkmeyer und Aysegül Azattemür von „Green Power“ die Nase vorn.

„Lawnmower“-Produkt

Aber auch die anderen virtuellen Firmen zeigten durchweg überzeugende Auftritte. So hatte die Marktforschung von „E-Cut“ ergeben, dass vor allem Geschäftsleute und Familien keine Zeit mehr haben, in ihrem Garten selbst hinter dem Rasenmäher herzulaufen. Der Mäher von „Green Cut“ war mit einem Nässe-Sensor ausgestattet, der den Mähvorgang nur bei geeignetem trockenen Wetter selbstständig starten lässt.

Das „Lawnmower“-Produkt konnte Wind und sogar den Fahrtwind in Energie umwandeln. Die dargestellten Firmenphilosophien deckten das ganze Spektrum von ökologischer Verträglichkeit bis zur Kundenzufriedenheit ab.

Die Präsentation vor Lehrern und Eltern war aber nur ein kleiner Teil des einwöchigen Wirtschaftsplanspiels, das am Freitag mit den Hauptversammlungen und der Auswertung der Projektwoche endete. Von Montag bis Donnerstag hatten sich die 25 teilnehmenden Schüler täglich siebeneinhalb Stunden mit betriebswirtschaftlichen Themen auseinandergesetzt: Kalkulation, Preisbildung, Liquiditätsrechnung, Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Unternehmensstrategie und Marktforschung waren dabei die Inhalte.

Sie mussten Rohstoffe einkaufen, über Personaleinstellungen entscheiden, die Konkurrenz beobachten, auf Marktveränderungen reagieren und nach einem Streik Tarifverhandlungen führen. Auch eine Betriebsbesichtigung der Starcke GmbH & Co. KG gehörte zum Programm.

Förderung durch Agentur

Das vom Industriellen Arbeitgeberverband Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim angebotene Wirtschaftsplanspiel wurde während der gesamten Woche von Spielleiter Wolf Hartmann-Riebe begleitet. Für die Finanzierung sorgte die Firma Starcke.

Durch Referenten der Schomäcker Federnwerk GmbH und der Teledoor Isoliertechnik GmbH wurde Wissenswertes rund um die Themen Personalwesen und Marketing vermittelt.

Da „Investor“ auch der beruflichen Orientierung dient, wird das Spiel durch die Agentur für Arbeit Osnabrück gefördert.


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