Kürbis und Salat aus Hoyel Grüne informieren sich in Melle über Bio-Höfe

Eine Geschmacksprobe vom Gärtnerhof überreichte Kai Sohns an Silke Meier. Foto: privatEine Geschmacksprobe vom Gärtnerhof überreichte Kai Sohns an Silke Meier. Foto: privat

Melle. Anlässlich der Aktualisierung ihrer BioListe informierten die Grünen sich jetzt auf dem Gärtnerhof an der Hoyeler Straße.

pm Melle. Anlässlich der Aktualisierung ihrer BioListe informierten die Grünen sich jetzt auf dem Gärtnerhof an der Hoyeler Straße. Hier wohnt Kai Sohns mit Frau und vier Kindern und bewirtschaftet drei Hektar gepachtete Fläche vom Nachbarhof Meyer zu Ohsen, der auch Platz für 200 Quadratmer Gewächshaus, zudem Lager und Maschinen-Kooperation bietet.

Pastinake und Kürbis

Angebaut werden aktuell Pastinake, Rote Bete, Salat, Buschbohnen, Zwiebeln und Kürbisse, im Gewächshaus Tomate, Paprika und Gurke. Zu bekommen sind die Produkte auf dem Wochenmarkt mittwochs in Bad Rothenfelde, ab Oktober Donnerstag vormittags auch in Buer. Zusammenarbeit erfolgt mit anderen Biobetrieben wie zum Beispiel den Gemüsegärtnern Kalkriese, Kruse Bramsche, Bünte Venne und Puls Gehrde. Kürbisse werden auch an Großmärkte geliefert.

Mitglied ist der Hof seit sieben Jahren im Bioland-Verband. Der 2007 in Melle-Oldendorf gegründete Betrieb zog 2011 in den Stadtteil Hoyel um. Experimentiert wird auf dem Hof an „nicht wendender Bodenbearbeitung“ – Grubbern statt Pflügen um die Begleitvegetation und die für den Boden wichtigen Kleintiere zu schützen. Während deshalb jetzt viel in Handarbeit erfolgt, denkt Karl Sohns über Alternativen nach: „Mein Traum ist ein Pferd, wozu allerdings auch Übung gehört“, erklärt der Biobauer. Außerdem denke er über einen sozialen Hof nach, der seinen Kunden mehr Informationen über die Herstellung ihrer „Lebens-Mittel“ sowie die Möglichkeit der Mitarbeit auf dem Hof biete.

„Im Grunde genommen müssen wir allen schrumpfen“, betonte Sohns. Gerne werde er gänzlich ohne Eu-Agrarsubventionen auskommen, und stattdessen aus-kömmliche Preise für die Herstellung seiner Produkte erhalten. Die stellvertretende Bürgermeisterin Silke Meier bekräftigte, es komme darauf an, solche Angebote aus der eigenen Region zu nutzen. Die Liste der Grünen mit den Bio-Höfen im Osnabrücker Land ist seit 2010 von 50 aktuell auf 71 gewachsen, darunter 14 aus Melle. Welcher Hof welche Bio-Produkte anbietet sowie nähere Infos auf der Homepage der Grünen: www.gruene-os-land.de.


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