Am ehemaligen Berghotel Wanderweg in Melle: Kritik an Baufortschritt

Ein Bild, zwei Wege: Links der geschotterte, der über das natürliche Plateau führt; rechts, unmittelbar entlang des Zaunes, der traditionelle, noch unbefestigte. Foto: Michael HengeholdEin Bild, zwei Wege: Links der geschotterte, der über das natürliche Plateau führt; rechts, unmittelbar entlang des Zaunes, der traditionelle, noch unbefestigte. Foto: Michael Hengehold

Melle. Der Wanderweg oberhalb des ehemaligen Berghotels soll bis Ende des Monats fertig gestellt werden.

Das bestätigte Thomas Große-Johannböcke auf Anfrage. Der Tiefbauamtsleiter hätte die Fertigstellung allerdings durchaus schon eher erwartet: „Ich bin mit dem Baufortschritt nicht zufrieden und wünschte, die Angelegenheit käme nun zu einem Abschluss.“

Allerdings handelt es sich erstens genau genommen um zwei Wanderwege und zweitens ist nicht die Stadt für deren Anlage verantwortlich.

Sondern Thomas Runge, Eigentümer des Grundstücks unterhalb des Hanges, wo drei Neubauten vorgesehen sind, von denen einer bereits im Bau befindlich ist. Dessen Bauleiter bestätigte, dass der Termin eingehalten werde und bis Monatsende, also Mitte nächster Woche, beide Wege fertiggestellt würden.

Natürliches Plateau

Dabei handelt es sich zum einen um den traditionellen Wanderweg, der nunmehr unmittelbar am Zaun entlang führt und noch ebenerdig gemacht werden muss. Zum anderen um einen bereits grob geschotterten Alternativverlauf, dem sogenannten Plateauweg, wenige Meter vom traditionellen Wanderweg entfernt.

Dieser Weg führt über ein natürliches Plateau, das eine wegen einiger Bäume eingeschränkte Weitsicht über Melle bietet, sich aber eigentlich als naturgegebene Aussichtsplattform nachgerade aufdrängt.

Von diesem Plateau führt der Schotterweg hinab Richtung ehemaliger Hochwasserbehälter, in dem jetzt die Fledermäuse angesiedelt werden sollen (wir berichteten).

Weil die Steigung steil ausfällt, soll der Weg mit Stufen versehen werden, möglichst naturbelassen, wie Große-Johannböcke erläutert, sprich nicht gemauert oder gepflastert, sondern mit durch Holzbalken abgesetzte Stufen. Außerdem soll der grobe Schotter noch mit einem feineren bedeckt werden, denn es gibt bereits Beschwerden, dass auf dem groben Schotter nicht gut laufen sei.

Noch offen ist, ob, wie angedacht, Infotafeln aufgestellt werden, die etwa auf die historischen Wasserbehälter und die Ansiedlung der Fledermäuse hinweisen könnten.


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