„Frisch vom Feld gegenüber“ Vielfalt auf Altenmeller Kürbis-Markt

Die Kürbisjungs Marcel Borkert (links) und Lukas Eggemann und ihre prachtvollen bunten Exemplare.Foto: Christina WiesmannDie Kürbisjungs Marcel Borkert (links) und Lukas Eggemann und ihre prachtvollen bunten Exemplare.Foto: Christina Wiesmann

cew Melle. Das Altenmeller Kürbisfest ist zu einem beliebten und festen Termin am Herbstanfang geworden. Immer am dritten Sonntag im September gibt es im Altenmeller „Rom“ leckere Speisekürbisse und dekorative Zierkürbisse aus eigenem Anbau. Hinzu kommen Leckereien und Handwerkskunst, und fertig ist er – der kleine ländliche Markt mit dem gewissen Charme.

Lukas Eggemann und Marcel Borkert, auch bekannt als Kürbisjungs, haben zum fünften Mal den Altenmeller Kürbismarkt veranstaltet. Dabei hat das Wetter in diesem Jahr gar nicht mitgespielt. „Die Ernte fällt eher bescheiden aus“, berichtet Lukas Eggemann.

Im nasskalten August ist einiges abgefault. Die Speisekürbisse haben auch den Mäusen gut geschmeckt, und dann kamen noch die zahlreichen Schnecken hinzu. Trotzdem haben sie eine ansehnliche Strohpyramide aufgebaut. Dicke orange Exemplare leuchten darauf mit kugeligen gelben Kürbissen um die Wette. Am Stand nebenan gibt es volle Weidenkörbe, in denen weitere Arten zu entdecken sind. „Frisch vom Feld gegenüber“, erklärt Kürbisexperte Eggemann.

Bei einer frischen Brise und dicken Wolken kommt zwei Tage vor dem kalendarischen Herbstanfang ordentlich Stimmung auf. Passend für die kühlere Jahreszeit gab es vom Blumenhof Barkmeyer prächtige Heide. Ann-Christin Payne und Liesa Fischer waren zum dritten Mal mit ihren leckeren Marmeladen auf dem Markt vertreten. Die Variante „Herbstzauber“ passte natürlich ganz wunderbar, und wer mochte, durfte viele weitere Sorten auch noch probieren.

Nebenan hatten Edith Markus und Gisela Schweizer vom Handarbeitskreis St. Lukas aus Bennien ihren Stand aufgebaut. Für kühle Tage empfehlen die Damen gestrickte Socken in bunten Varianten, filigrane Schals oder Turnschuhe aus Wolle. Auch wollige Kuriositäten wie „Handschuhe für Verliebte“ oder „Männertopflappen“ konnten sie präsentieren.

Und sonst? Imker Kurt Regel hatte Honig und weitere Spezialitäten aus Honig dabei. Die Tierhilfe Melle überzeugte mit ihren Leberwurst-Hundekeksen, und Anton Brockmeyer und Peter Schneider waren mit ihren selbst gebauten hölzernen Mini-Bollerwagen und Vogelhäusern sehr begehrt. Die Tischlerei Flick rundete den Kürbismarkt mit einem „Tag der offenen Tür“ ab, und zahlreiche Leckereien durften natürlich nicht fehlen. „Die Nachbarn haben Kuchen gebacken“, erzählt Lukas Eggemann, „meine Mutter hat eine Kürbissuppe gekocht.“

Und wem bei all den Köstlichkeiten immer noch nicht warm im Bauch wurde, der konnte mit Kürbislikör nachhelfen.