Friedensgang der Religionen Miteinander unterwegs in Melle für Frieden in der Welt

Gemeinsam unterwegs waren die Teilnehmer beim „Friedensgang der Religionen“ durch die Meller City. Foto: WiesmannGemeinsam unterwegs waren die Teilnehmer beim „Friedensgang der Religionen“ durch die Meller City. Foto: Wiesmann

cew Melle. Am 21. September beginnt die Interkulturelle Woche (IKW). Der Initiativausschuss lud deshalb auch in diesem Jahr wieder Christen und Muslime zu einem „Friedensgang der Religionen“ ein. Am Freitagnachmittag begann der gemeinsame Gang an der Mimar-Sinan-Moschee in Melle.

Ein Symbol für den Frieden ist der Friedensgang der Religionen. Frieden schaffen und Frieden erhalten – dafür machten sich die rund 80 Teilnehmer und Vertreter der Meller Kirchengemeinden am Freitag stark.

„Wir sind schon seit einigen Jahren beim Friedensgang dabei“, erzählt Feryat Coban. Er ist der zweite Vorsitzende des „Diyanet“, des türkisch-islamischen Kulturvereins aus Melle. „Melle ist immer schon ein Vorbild für Integration gewesen“, so Coban weiter, „hier findet ein aktiver Austausch statt, bei dem alle dabei sind.“

Zu einem gemeinsamen Auftaktgebet mit dem Imam (Vorbeter) Yasar Imamoglu trafen sich die Teilnehmer des Friedensgangs in der Mimar-Sinan-Moschee an der Buerschen Straße. „Alle Religionen sind friedlich“, erinnerte Yilmaz Kilic im Gebetsraum, „und doch haben wir noch mehr zu tun. Wir sollten nicht übereinander sprechen, sondern miteinander.“

Kilic erinnerte daran, dass in Deutschland etwa 20 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund haben. Er betonte: „Eine gemeinsame Zukunft müssen wir alle zusammen gestalten.“ Der Imam las dazu eine wichtige Stelle aus dem Koran: „Gott möchte Frieden für alle Menschen und Kulturen.“

Der Friedensgang der Religionen führte die Teilnehmer von der Moschee aus zum evangelischen Familienzentrum. Von dort aus führte der Weg weiter zur evangelisch-lutherischen Petrikirche und schließlich zur katholischen Matthäuskirche. Dort hatte die Kirchengemeinde einen kleinen Abendimbiss im Gemeindehaus am Kohlbrink vorbereitet.