Sparkasse stiftet für Klinikum CKM Melle: Teledoc für schnelle Schlaganfalldiagnose

Von Conny Rutsch

Den Teledoc zeigen Verwaltungsdirektor Christian Schedding, Chefarzt Dr. Klaus Peter Spies, Klaus Wienke, Bürgerstiftung der Kreissparkasse und Doris Pfitzner, Leiterin der Reha-Abteilung im SC Melle (von links). Foto: Conny RutschDen Teledoc zeigen Verwaltungsdirektor Christian Schedding, Chefarzt Dr. Klaus Peter Spies, Klaus Wienke, Bürgerstiftung der Kreissparkasse und Doris Pfitzner, Leiterin der Reha-Abteilung im SC Melle (von links). Foto: Conny Rutsch

Melle . Schnell muss es gehen, wenn ein Patient die Diagnose Schlaganfall bekommt. Denn der Schlaganfallpatient muss in den ersten drei bis vier Stunden behandelt werden.

Seit eineinhalb Jahren nutzt das Christliche Klinikum ein Gerät, das von Melle aus die Kollegen der Schlaganfallabteilung im Klinikum Osnabrück in die Diagnose einbeziehen kann. Die Heuerdotation in der Bürgerstiftung der Kreissparkasse machte mit insgesamt 12500 Euro den Kauf des „Teledoc“ möglich.

Am Mittwochnachmittag erklärte Klaus Wienke von der Bürgerstiftung im Beisein vom Verwaltungsdirektor des Christlichen Klinikums Christian Schedding: „In den vergangenen beiden Jahren bis heute konnten wir das Geld für dieses wichtige Hilfsmittel aus der Heuer-Dotation an das Klinikum übergeben.“

Gesteuerte Kamera

Nun geht alles für die Schlaganfallpatienten schneller. „Wenn der Notarzt die Diagnose stellt, wird der Patient sofort in das CT gebracht, um eine Aufnahme des Gehirns herzustellen. Direkt danach geht die Untersuchung am Teledoc weiter. Dann ist noch keine Viertelstunde vergangen“, erklärte Dr. Klaus Peter Spies, Chefarzt der Inneren Abteilung des Klinikums. Eine immer erreichbare Telefonnummer ins Klinikum Osnabrück wird gewählt, und die ärztlichen Kollegen dort verbinden sich mit dem Teledoc in Melle. Eine Kamera über dem Computerbildschirm kann von ihnen gesteuert werden, sodass sie den Patienten auch in Nahaufnahmen untersuchen können. Die vorher ermittelten Untersuchungsdaten liegen dann schon in Osnabrück vor.

Drei Patienten pro Woche

Die Heuer-Dotation schüttete auch für die Nachsorge der Schlaganfallpatienten Geld aus. Für die Summe von 3178,38 Euro konnten für die Schlaganfallgruppe im SC Melle Sportmaterialien angeschafft werden. Doris Pfitzner, Leiterin der Reha-Abteilung im SC, machte deutlich, dass neben den krankengymnastischen Übungen auch der Austausch unter den Patienten eine wichtige Komponente darstelle.

Wie wichtig sowohl die schnelle akute Behandlung der Schlaganfallpatienten in Melle als auch die Nachsorge beim SC ist, machte Dr. Klaus Peter Spies deutlich. „Etwa zwei bis drei Patienten mit Diagnose Schlaganfall kommen pro Woche zu uns“, erklärte er. Der neue Teledoc ist damit für das Christliche Klinikum ein unverzichtbarer „Mitarbeiter“ für die schnelle Versorgung der Schlaganfallpatienten.