Gewinnerin kommt aus Schwagstorf Melle: Preis „Grüne Nika“ an Landfrauen verliehen

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Der Gewinnerin Gertrud Brörmann und der Drittplatzierten Monika Meinhold (sitzend) gratulierten Reinhard Scholz, MdB André Berghegger, Kathrin Möntmann und Heiner Niederniehaus (hinten, von links). Foto: Norbert WiegandDer Gewinnerin Gertrud Brörmann und der Drittplatzierten Monika Meinhold (sitzend) gratulierten Reinhard Scholz, MdB André Berghegger, Kathrin Möntmann und Heiner Niederniehaus (hinten, von links). Foto: Norbert Wiegand

Melle. In Melle wurde der landesweite Preis für engagierte Landfrauen, die „Grüne Nika“, verliehen. Darüber freute sich auch Reinhard Scholz. Melles Bürgermeister gratulierte der Gewinnerin Gertrud Brörmann aus Schwagstorf-Ostercappeln in der Alten Stadthalle.

„Gertrud Brörmann produziert Kränze in Handarbeit und stiftet sämtliche Erlöse seit 20 Jahren an die SOS-Kinderdörfer“, begründete Moderator Bastian Höhne die „deutliche Entscheidung“ der dreiköpfigen „unabhängigen Jury“. Gaby Mörixmann (Gesmold) als Zweitplatzierte konnte ihren Preis wegen eines Trauerfalls nicht entgegennehmen. „Wir wollen ihren Einsatz für den Tag des offenen Hofes und für das örtliche Landvolk insgesamt würdigen“, erklärte Bastian Höhne vom veranstaltenden Verlag Agrar-Media.

Als Dritte wurde Monika Meinhold aus Langenhagen ein iPad Air (480 Euro) überreicht. Die Rollstuhlfahrerin hat als Trainerin und Sportlerin im Badminton, Schwimmen und weiteren Disziplinen einerseits ein Mut machendes Beispiel gegeben, andererseits viel für die Gemeinschaft getan. Als erster Preis wurde ein Kaffee-Vollautomat (1200 Euro) übergeben, der zweite Preis ist ein Kochkurs für vier Personen in Hameln mit Hotelübernachtung (550 Euro).

Niedersächsinnen können alles

Von den weiteren zwölf Preisträgern, größtenteils aus dem östlichen Niedersachsen, war nur die Zehntplatzierte persönlich erschienen. Moderator Bastian Höhne ließ es sich aber nicht nehmen, jeden vergebenen Preis ausführlich zu begründen und jede Preisträgerin angemessen zu würdigen. Die Grüne Nika (Nika = Niedersächsinnen können alles) sei kein reiner Landfrauen-Preis. Ausgezeichnet würden besonders Frauen, die bei anderen Preisverleihungen durch die Raster fallen würden. So erhielt 2011 die zehnfache Mutter und Buchautorin Hildegard Korte die Grüne Nika. Chancen auf den Titel hätten Frauen aus ganz Niedersachsen, allen Altersklassen und mit unterschiedlichsten Begabungen. „Grün ist die Nika, um den Bezug zum Landleben zu verdeutlichen“, so Höhne.

Unter den Gästen begrüßte Bastian Höhne auch den stellvertretenden niedersächsischen Landvolkpräsidenten Albert Schulte to Brinke, Heike Schnepel, die stv. Vorsitzende des niedersächsischen Landfrauenverbandes, Heiner Niederniehaus vom Meller Landvolk und die Meller Landvolkvorsitzende Kathrin Möntmann sowie weitere Repräsentanten der Landwirtschaft. Von einem „Glücksgriff“ bei der Auswahl des Ortes für die Preisverleihung sprach Melles Bürgermeister Reinhard Scholz in seinem Grußwort. Denn der Grönegau sei seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt, ging er auf die Geschichte der Meller Meyerhöfe ein.

„Ich arbeite gern mit Vertretern der Landwirtschaft zusammen, auch bei verschiedenen Meinungen werden immer gemeinsame Lösungen angestrebt und meistens auch gefunden“, blickte der Bundestagsabgeordnete André Berghegger auf seine Zeit als Meller Bürgermeister zurück. Ein Höhepunkt seiner Amtszeit war die von den Landfrauen überreichte Erntekrone, die als symbolträchtiges Schmuckstück den Rathausflur verschönerte.


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