„Ähnlich wie bei den Indianern“ Fackeln basteln im Pfadfindercamp in Bruchmühlen

Von Marita Kammeier

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Im Schnuppercamp der Pfadfinder am Lutherhaus rösten die Kinder Stockbrot.Fotos: Marita KammeierIm Schnuppercamp der Pfadfinder am Lutherhaus rösten die Kinder Stockbrot.Fotos: Marita Kammeier

Bruchmühlen. Abenteuer in der freien Natur erlebten 14 Kinder beim ersten Schnupper-Camp der Pfadfindergruppe „Royal Rangers“ am Lutherhaus. Einige der Sechs- bis Zwölfjährigen hatten noch nie außerhalb des Elternhauses übernachtet und warteten daher gespannt auf den Einbruch der Dunkelheit.

Wir haben sie am Lagerfeuer vor den großen Jurte-Zelten beim Rösten des Stockbrotes getroffen und gefragt, was die Pfadfinder so machen. „Keiner soll hungrig ins Bett gehen, darum essen wir Salat und Weintrauben. Ich habe schon mal bei Opa und Oma geschlafen, aber ein bisschen aufgeregt bin ich schon“, erklärte der siebenjährige Matthias und verglich die Pfadfinder mit den Indianern: „Die machen das mit den Zelten so ähnlich.“

„Wir schlafen heute in Tipis, das ist richtig cool“, wussten Lennard, Julian und Felix und ergänzten: „Das Pfadfinderleben ist so ähnlich wie Ferienpass mit Schnitzeljagd, Basteln und Schmieden.“ Pastor René Mühe der Freien evangelischen Gemeinde informierte die Gruppe: „Ihr übernachtet in zwei großen Zelten mit Jurtendach und einer kleineren, runden Kohte.“ Die Zelte waren mit Rauchabzugslöchern für offene Feuerstellen ausgerichtet, was jedoch in der Kindergruppe aus Sicherheitsgründen nicht ausprobiert wurde.

„Ich habe ausreichend Süßigkeiten gegessen und bin fit für alles. Außerdem habe ich schon mal im Garten geschlafen“, meinte Gareth, während er vom mutigen Johnny schwärmte, der durch das Feuer gehen kann. „Das Stockbrot dürfen wir nicht auf die selbst gebastelte Fackel machen“, warnte der Junge anschließend seine Mitstreiter.

Ramon in der Original-Uniform der „Royal Rangers“ , einer amerikanischen Pfadfinderbewegung, zeigte stolz auf das Emblem mit 16 Zacken in verschiedenen Farben und erklärte die blauen Zacken als Symbole für die acht Regeln der Pfadfinder: „Wachsam, rein, ehrlich, tapfer, treu, höflich, gehorsam und geistlich sollen wir sein.“

Der Nachmittag war schnell vergangen mit Informationen über die Natur, das Feuer, den Kompass und zwischendurch immer wieder Spielen und Austoben. Übungen zum richtigen Umgang mit dem Taschenmesser, dem Bauen einer Feuerstelle, Anzünden des Feuers mit Stöcken, Basteln von Fackeln und dem Pressen von Apfelsaft sorgten für Spannung.

Fackeln angezündet

Zum Glück hatten die Betreuer Jürgen, Babsi, Lilli, Christian und Isabel die Zelte schon aufgebaut und für Verpflegung gesorgt. Pastor Mühe rief die Gruppe zusammen: „Jetzt alle warm anziehen, denn das Abenteuer der Pfadfinder beginnt. Gleich wird es dunkel und wir starten zur Waldwanderung.“ Christoph zündete als Erster seine Fackel an. Die anderen Kinder folgten ihm auf die längere Wanderung mit anschließender Schatzsuche.

Bei der Rückkehr zum Camp gab es kaum noch Diskussionen. Die erschöpften Pfadfinder fielen in die Zelte und träumten von Indianern und Abenteuern in der Wildnis.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN