Mellery fördert Gewaltlosigkeit „Melle vernetzt“ stellt neue Engel vor

Von Dr. Stephanie Uhlhorn

Schön dekoriert präsentierte „Melle vernetzt“ die diesjährige Meller-Engel-Edition. Foto: Stephanie UhlhornSchön dekoriert präsentierte „Melle vernetzt“ die diesjährige Meller-Engel-Edition. Foto: Stephanie Uhlhorn

Neuenkirchen. Bei einem Empfang auf Schloss Königsbrück in Neuenkirchen stellte der Verein „Melle vernetzt“ die neue Meller-Engel-Edition 2014 vor. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um sich über die vom Verein geförderten Projekte zu informieren.

Warum sich gerade Königsbrück besonders für die Vorstellung eignet, erläuterte die Schirmherrin von „Melle vernetzt“, Sabine Freifrau von Richthofen. Seit Anbeginn diente die Burg als Schutz- und Trutzburg und nahm in Kriegen und bei Gewalt die Landbevölkerung auf. „Immer wieder stand Königsbrück für die Aufnahme von Verfolgten, Benachteiligten der Gesellschaft als Geborgenheit zur Verfügung“, berichtete sie. So auch, um die Vertriebenen und Verfolgten des Zweiten Weltkrieges aufzunehmen. Und genau diese Schutzfunktion habe das Schloss wieder, wenn „Melle vernetzt“ aktiv werde. Der Verein lade ein, tätig zu werden, bevor Gewalt überhaupt entstehen könne. Gerade in heutiger Zeit sei es wichtig, gegen Hass und Gewalt vorzugehen. Sabine Freifrau von Richthofen verwies in diesem Zusammenhang auf die Aggressionen in der Welt, aber auch an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und an den Jahrestag der Terroranschläge in New York. „Melle vernetzt“ biete die Möglichkeit, schon bei den Jüngsten den Willen nach Frieden „in die Herzen zu pflanzen“.

Zwei Projekte standen im Mittelpunkt. Für das Hauptprojekt „Klasse2000“ und das „ComPass“-Projekt standen Mitarbeiter zur Verfügung, die Informationen gaben und Fragen beantworteten. „Klasse2000“ ist ein bundesweit anerkanntes Projekt, das die positive Einstellung von Grundschulkindern zu ihrer Gesundheit und ihrem Körper gegenüber fördern soll. Zu den Bausteinen gehört auch die Gewaltvorbeugung. „ComPass“ setzt sich für die Medienkompetenz im Internet ein.

Die Vereinsvorsitzende, Birute Rosemann, wünschte den Gästen in ihrer Begrüßung angeregte und informative Gespräche. Die entwickelten sich schnell, Erfahrungen mit den Projekten wurden ausgetauscht. Auch 14 Grundschüler, deren Engel in diesem Jahr die Weihnachtskarten und die von Hand bemalten Glaskugeln schmücken, waren zu Gast. Stolz präsentierten sie ihre Engel und erzählten der Patin des Meller Engels „Mellery“, Dagmar zur Nedden, die Geschichte ihrer Engel. Anja Sünderhuse, Marianne Diddens, Anke Radewald, Monika Giese und der irische Musiker Mike Donaghy saßen in der diesjährigen Jury und hatten 24 Engel ausgesucht. Donaghy hat einen Song für „Melle vernetzt“ komponiert, den er auf dem Empfang live präsentieren wollte. Leider hatte sein Flieger einen technischen Defekt, sodass er es nicht mehr rechtzeitig nach Melle schaffte.