„Hoffen auf maximalen Schutz“ Ortsrat: Gesmolder Bürger fordert Hochwasserschutz

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Die Kümmerer Franz Josef Pabst (links) und Josef Arling stellten die ehrenamtliche Tätigkeit des „Kümmerer Kreises Gesmold“ (KKG) vor. Foto: Christina WiesmannDie Kümmerer Franz Josef Pabst (links) und Josef Arling stellten die ehrenamtliche Tätigkeit des „Kümmerer Kreises Gesmold“ (KKG) vor. Foto: Christina Wiesmann

cew Gesmold. Am Dienstagabend tagte der Gesmolder Ortsrat in der Gaststätte Hüdepohl. Dringende Themen standen auf der Tagesordnung. Besonders die fehlenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz bereiten den Bürgern nach wie vor Kummer.

Der Gesmolder Josef Rose nutzte die Sitzung, um einige Fragen zum besorgniserregenden Thema „Hochwasser“ an den Ortsrat zu richten. Er hat festgestellt, dass zwischen dem Unwetter im Jahr 2007 („Kyrill“) und dem Unwetter im August 2010 („Cathlen“) nicht einmal vier Jahre vergangen sind. Das Unwetter im Juli 2014, das in Münster großen Schaden anrichtete, befand sich in unmittelbarer Nähe. „Es sind gerade mal 50 Kilometer bis Münster, es hätte auch uns treffen können“, mutmaßte Rose. Er fragte daher direkt: „Mit welchen Auswirkungen hätten Gesmolder zu rechnen, wenn dieses Starkregenereignis sich bei ihnen ereignet hätte?“ Sabine Schlüter, Leiterin des Bürgerbüros, hatte dazu eine Antwort vom Tiefbauamt parat. „Ein Alarmplan der Stadt Melle für den Notfall ist definiert und liegt vor. Für den Notfall sind Sandsäcke vorhanden.“ Zusätzlich hat eine Verringerung der Flächenversiegelung im Bebauungsplan Rücksicht gefunden, der Einbau von Hochwasserschutz-Gerinnen kommt laut Informationen des Tiefbauamtes nicht infrage.

Ortsbürgermeister Michael Weßler betonte: „Hochwasserschutz sollte unbedingt mit der Flurbereinigung verbunden werden.“ Denn die Bürger haben wenig Verständnis dafür, wenn es immer wieder aufgeschoben wird. Weßler wies weiter darauf hin, dass durch die Flurbereinigung Flächen entstehen könnten, die für das Thema „Hochwasserschutz“ wichtig sein könnten: „Wir hoffen auf einen maximalen Schutz für Gesmold. Und wir hoffen natürlich auch, dass die Entscheider die richtigen Entscheidungen treffen.“ Gerade bei der wichtigen Flurbereinigung setzt der Ortsrat auf die damit verbundene Freiwilligkeit der Flächenbesitzer. „Greift das Planfeststellungsverfahren, werden Flächen enteignet. Das dauert außerdem ewig lange“, erklärte Ortsratsmitglied Reinhold Kassing.

Gute Nachrichten gab es von den Kümmerern der Gemeinde. Josef Arling und Franz Josef Pabst stellten das weite Betätigungsfeld des „Kümmerer Kreises Gesmold“ (KKG) vor. Sie übernehmen ehrenamtlich Verantwortung für ihre Mitmenschen und geben Hilfe, die benötigt wird – in ganz unterschiedlichen Bereichen. „Es ist ein Zusammenspiel von Familie, Verwandtschaft und Nachbarn“, so Pabst über die unbürokratischen Möglichkeiten des KKG.

Über aktuelle Projekte des Heimatvereins berichtete Bernd Meyer. „Es werden 30 bis 40 verschiedene Nistkästen aufgehängt, um das Nistverhalten unterschiedlicher Arten zu zeigen.“ Die Nistkästen werden in einem Projekt von Schülern der Berufsbildenden Schulen Melle (BBS) angefertigt.

Weitere Punkte: Der Umbau des Entwässerungssystems „Schimm“ ist fast abgeschlossen. Den Vorteil für die Umwelt zeigt deutlich das neue Trennsystem. Die Baumaßnahme/Deckenerneuerung der K20/Nemdener Straße wird vorgezogen. Die Fahrbahn wird von Nemden aus bis zur K221/Westerhausener Straße erneuert. Ein Radweg wird nicht entstehen. Die Arbeiten an der Grundschule für die erforderliche Feuerwehrzufahrt und weitere Parkplätze an der Papenbrede sind vergeben. Bis zum Ende der Herbstferien sollen diese Arbeiten erledigt sein.

Die „Gesmolder Kirmes“ kann kommen. Parkmöglichkeiten sind für die Wohnwagen der Schausteller vorhanden, Parkplätze für Besucher gesichert. Nur bei andauerndem Regen muss eine Ausweichmöglichkeit gesichert werden, da das Parken auf dem Stoppelfeld dann Probleme bereiten wird. Eine Bereisung der Straßen im Gemeindegebiet brachte den Straßenzuständen als Durchschnittsnote eine 3,04. Das ist nur wenig besser als die Note vor fünf Jahren (3,19). „Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf die Besplittung und die Beseitigung von Winterschäden zurückzuführen“, so Sabine Schlüter.


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