Ortsrat lehnt Grünen-Antrag ab Parken vor Meller Rathaus weiterhin erlaubt

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Mit der Entscheidung des Ortsrates bleibt das Parken auf den Flächen vor dem Rathaus an Markttagen weiterhin erlaubt. Foto: Michael HengeholdMit der Entscheidung des Ortsrates bleibt das Parken auf den Flächen vor dem Rathaus an Markttagen weiterhin erlaubt. Foto: Michael Hengehold

Melle. An Markttagen wird es vor dem Rathaus kein Parkverbot geben. Mit neun zu acht Stimmen entschied der Ortsrat Melle-Mitte am Mittwochabend, den Antrag der Grünen abzulehnen. Damit ist das Thema endgültig vom Tisch.

Schon im Juni diskutierten die Ortsratsmitglieder die Parksituation an Markttagen . Da die Durchfahrt bis zu den Parkplätzen vor dem Rathaus erlaubt ist, kommt es an Markttagen angeblich zu gefährlichem Parksuchverkehr. Die Grünen sorgen sich deshalb um die Sicherheit der Fußgänger, vor allem der Kinder, in diesem Bereich. Außerdem glaubt Reinhardt Wüstehube von den Grünen nicht, dass der Markt unter einem Parkverbot leiden würde, wie es in früheren Diskussionen vielfach behauptet wurde. Finanzielle Einbußen seien nicht wahrscheinlich, mutmaßte er.

Nicht glaubwürdig

In einer Befragung von Marktbesuchern kam jedoch heraus, dass sich 83 Prozent der Befragten durch das Parken gar nicht gestört fühlen. Während sich die CDU- und FDP-Fraktionen durch dieses Ergebnis in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber einem Parkverbot bestätigt sehen, zweifeln die Grünen und die SPD die Glaubwürdigkeit der Befragung an. „Diese Umfrage kann ich nicht ernst nehmen“, betonte Wüstehube. Es seien schließlich nur 85 Personen befragt worden. Annegret Mielke (SPD) stieß ins gleiche Horn und nannte das Ergebnis ein Zufallsprodukt. Mielke betonte außerdem, es gehe der SPD-Fraktion darum, eine einfache, nachvollziehbare Regelung zu finden und diese dann konsequent umzusetzen. Sie fragte zudem: „Warum sollen wir den Marktplatz umgestalten, wenn er letztlich eine Parkfläche ist?“ Zum Hintergrund: In einer früheren Ortsratssitzung hatten SPD und CDU gemeinsam dem Rat der Stadt den Vorschlag unterbreitet, den oberen Bereich des Marktplatzes umzugestalten. 200000 Euro wären dafür nötig, die im Haushalt der Stadt zurückgestellt werden müssten. Eine Entscheidung des Rates gibt es diesbezüglich jedoch noch nicht.

Kampf ums Überleben

Für das Beibehalten der alten Regelung an Markttagen sprach sich auch der parteilose Johannes Maharens aus. „Heutzutage sind andere Zeiten. Die Marktbeschicker kämpfen ums Überleben“, sagte er. Zudem seien ältere Menschen auf kurze Wege angewiesen. Auch Christian Terbeck (CDU) meinte, wenn alle „Protagonisten“, also Marktmeister, Marktbeschicker und Besucher, für die alte Regelung seien, „sollte es so bleiben.“ Nun bleibt es so.


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