23 von 45 ohne Genehmigung Altkleiderbehälter: In Melle sind viele illegal

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Nicht genehmigt ist die Box am Markantmarkt, an der Harald Voß gestern den Hinweis anbrachte. Foto: Michael HengeholdNicht genehmigt ist die Box am Markantmarkt, an der Harald Voß gestern den Hinweis anbrachte. Foto: Michael Hengehold

Melle. Die Stadt hat die Erhebung der Altkleidersammelbehälter in allen Ortsteilen (wir berichteten) abgeschlossen. Allein in Melle-Mitte sind 23 von 45 entweder illegal aufgestellt worden oder zumindest fraglich.

Als Richtwert gilt: ein Container pro 1000 Einwohner ist sinnvoll. Im Grönegau wird dieser Wert locker erreicht: „Wir sehen den Bedarf im Stadtgebiet als gedeckt an“, sagt der stellvertretende Tiefbauamtsleiter Harald Voß.

Nur in Gesmold alles okay

In Zahlen bedeutet das: In Neuenkirchen (alle Angaben jeweils mit Ortsteilen) stehen sechs Sammelbüchsen, die an der Hauptstraße illegalerweise. In Bruchmühlen sind es ebenfalls sechs, einer illegal, einer ist fraglich. An sieben Stellen wird in Buer gesammelt, drei davon sind fraglich. In Oldendorf und Westerhausen stehen zehn Sammelbehälter, einer ist illegal, sechs sind fraglich. Drei von sechs fraglich lautet die Bilanz in Wellingholzhausen und zwei von fünf in Riemsloh. Nur Gesmold hat eine weiße Weste, alle fünf Behälter sind ordnungsgemäß angemeldet.

Das Geschäft mit Altkleidern lohnt sich also offensichtlich. Das unterstreicht auch die Zahl der Aufsteller. Allein die 23 illegalen oder fraglichen in Melle-Mitte wurden von mindestens zwölf verschiedenen Unternehmen platziert, wahrscheinlich sind es sogar mehr. Das lässt sich allerdings nicht immer ermitteln, denn oft steht lediglich eine Telefonnummer an den Sammelbehältern. Ruft man an, hebt keiner ab oder die Mailbox läuft, ohne dass je ein Rückruf erfolgte.

Hinweise am Behälter

Die Stadt bringt nun Hinweise an den illegal aufgestellten Bettelboxen an, die die Eigentümer auffordern, dieselben innerhalb 14 Tagen zu entfernen. Gleichzeitig sollte das Spendern ein Hinweis sein, die Sachen doch lieber woanders einzuwerfen. Werden die Behälter nicht abgeholt, holt der Baubetriebsdienst sie ab und lagert sie auf dem Bauhof ein. Was danach geschieht, wie lange sie gegebenenfalls gelagert werden müssen, ist offen.

Werden die Container von der Stadt entfernt, was in der Vergangenheit sporadisch vorgekommen ist, werden die Besitzer allerdings meist flott und melden sich, weiß Voß aus Erfahrung.


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