Eine Welt ohne Buchstaben Fotoausstellung in der Stadtbibliothek Melle

Bereiteten die Fotoausstellung vor: Ulrike Koop (links) und Sabine Karwath. Foto: Stadtverwaltung MelleBereiteten die Fotoausstellung vor: Ulrike Koop (links) und Sabine Karwath. Foto: Stadtverwaltung Melle

Melle. Eine Welt ohne Buchstaben? Für die meisten Menschen unvorstellbar. Und doch ist es für 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland eine traurige Realität. Zum „Welttag der Alphabetisierung“ zeigt die Stadtbibliothek derzeit eine Fotoausstellung.

Nicht oder nur unzureichend lesen und schreiben zu können, ist für Betroffene eine große Belastung. Oft verheimlichen sie ihre Schwäche, aus Angst, bloßgestellt zu werden. Sie fürchten um ihre Ausbildung, ihren Arbeitsplatz und manchmal auch um Freundschaften und Partnerschaften.

Alpha-Netzwerk

Um das Thema Analphabetismus einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, hat die Volkshochschule Osnabrücker Land die Fotoausstellung „Wie lebt es sich in einer Welt ohne Buchstaben?“ zusammengestellt. Die Ausstellung ist ein erster Schritt, um Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Die Volkshochschule Osnabrücker Land baut außerdem ein regionales Alpha-Netzwerk auf, um auf diesem Weg Analphabeten anzusprechen und für sie passende Angebote zu schaffen.

Aufmerksam machen

„Die Bibliotheken im Landkreis Osnabrück sind für uns wichtige Netzwerkpartner“, so Sabine Karwath, Projektleiterin des Projekts Alpha-Netzwerk an der Volkshochschule Osnabrücker Land: „Sie leisten mit ihrem Angebot für Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten einen wichtigen Beitrag. Gleichzeitig können mit gemeinsamen Aktionen wie dieser Ausstellung auch Nicht-Betroffene auf das Thema aufmerksam gemacht werden.“

Die Fotoausstellung ist bis zum 30. September zu sehen. Die Informationstafeln sind an verschiedenen Stellen in der Bibliothek verteilt.


0 Kommentare