Lady Di und die Klappernuss Offenes Gartentor auf Hof Uffenbeck in Neuenkirchen

Von Conny Rutsch


Neuenkirchen. Wenn Liesel Muchow ihren Garten im südlichen Küingdorf erklärt, dann klingt das so, als sei sie mit jeder ihrer Pflanzen befreundet. Am Sonntag öffnete sie in diesem Jahr zum vierten Mal ihr Gartentor. Und viele Besucher kamen und bewunderten die beinahe schon parkähnliche Anlage mit alten Bäumen, Rosen, Staudenbeeten und gediegenen Sitzgruppen.

Eine uralte Traueresche beherrscht den hinteren Teil des Gartens. Gleich nebenan stehen bunte Dahlien in voller Blüte. Auf ihre Rosen ist Liesel Muchow besonders stolz. „Manch eine müsste eigentlich einen sonnigeren Platz haben“, sagt sie.

Rankgitter mit Ramblern

Liesel Muchow zeigt auf die alten Bäume, die den Garten begrenzen und jetzt im Herbst lange Schatten werfen, alte Weiden, die rote Zierpflaume mit imposanter Größe oder eine kanadische Eiche, „die sich bald wunderbar verfärben wird“, sagt die Gärtnerin. Ihre Rosen pflanzt sie in die Beete, lässt sie an Rankgittern entlangwachsen und die Ramblersorten in die Bäume klettern.

In Nischen und Ecken hat Liesel Muchow kleine Sitzgruppen platziert, von denen der Blick in die Tiefe des Gartens immer anders gerichtet wird. Und die Details faszinieren: an einem Strauch hängen kleine grüne Ballons. Die Gärtnerin erzählt: „Das ist die Klappernuss. Die häutige Kapselfrucht wird zum Winter hin trocken, und wenn man sie dann pflückt und schüttelt, klappert die innen liegende Nuss.“ Schon ihre Großmutter hat diese dekorativen Früchte zu Weihnachten vergoldet und und an den Weihnachtsbaum gehängt.

100-jährige Traueresche

Und dann ist da Lady Diana. Eine Klematis, die jetzt nach dem Verblühen ihre Blütenstände mit goldgelben Fäden zu einem Kopf zusammenzieht, der tatsächlich an die Frisur der englischen Prinzessin erinnert.

Fuchsien in Kübeln, Herbstzeitlose, die an Krokusse erinnern, einjährige Blüher und alte Stauden, Mammut- und Amberbaum, und Rhododendren und Hortensien: für all ihre Lieblinge, von denen Liesel Muchow sogar den lateinischen Namen kennt, hat sie ein Gespür für Standort und Pflege. Und besonders an den ganz alten Gartenbewohnern hängt ihr Herz, wie an der geschätzt weit über 100-jährigen Traueresche.