TSV unterliegt knapp mit 5:7 Respekt der Weisweiler-Elf für Westerhausener Altherren


Oldendorf. Da passte alles zusammen. Fußballer mit Spaß am Kicken, gute Stimmung, erstaunte Ex-Profis und – zumindest in der ersten Halbzeit – strahlender Sonnenschein. Die Partie des TSV Westerhausen gegen die Weisweiler-Elf aus Mönchengladbach war ein rundum gelungenes Fest. Und auch das Ergebnis stimmte – der TSV verlor nur mit 5:7 Toren.

Dabei dürften sich viele der circa 1000 Zuschauer zunächst an das vergangene Jahr erinnert gefühlt haben. Nach 18 Minuten führten die Spieler der Gladbacher Traditionself bereits mit 4:0. Vor einem Jahr verloren die Altherren mit 2:20 gegen die Uwe-Seeler-Traditionself, doch dieses Mal hatten die Westerhausener sich verstärkt.

Fatmir Dusinovic, der lange für den SC Melle spielte, und die noch aktiven Jens Siekemeyer (SF Schledehausen) und Mark „Krümel“ Stühlmeyer (Viktoria Gesmold III) zogen das Spiel immer wieder an sich und waren wesentlich an den fünf Toren beteiligt. Allein Siekemeyer traf dreimal. Als absolute Verstärkung kam noch der ehemalige Bundesligaspieler (HSV, Bielefeld), Nationalspieler und gebürtige Meller Jörg Bode hinzu.

Doch zunächst machten die Gladbacher das Spiel. Der Brasilianer Chiquinho wirbelte ein ums andere Mal die TSV-Abwehr durcheinander. Bachirou Salou tankte sich häufig in bekannter Manier in den Strafraum, wo er auch das 1:0 erzielte (2.). Nach einem Eigentor und einem Abstimmungsfehler zwischen Torwart Efstratios Nikolaidis und Frank Leuschner stand es nach neun Minuten schon 0:3.

Sehenswerte Schüsse

Nikolaidis hielt einige sehenswerte Schüsse und bewahrte die Altherren des TSV vor einem höheren Rückstand. Als Mark Stühlmeyer eingewechselt wurde und gleich zwei Spurts ansetzte, flachste Peter Wynhoff: „Lass den mal laufen, das macht der noch zweimal, dann ist er kaputt.“ Von wegen – „Krümel“ blieb bis zum Ende brandgefährlich, bereitete das 1:4 durch Jens Siekemeyer vor und traf im Stile eines Zlatan Ibrahimovic mit einem Sprung im 16er zum 5:6. Mitte der ersten Hälfte legte Westerhausen nämlich den Respekt vor den großen Namen ab und ging forscher in die Zweikämpfe hinein.

Jens Siekemeyer und Fatmir Dusinovic sorgten bei einem zwischenzeitlichen Tor von Thomas Kastenmaier für den 2:5-Halbzeitstand. Gespielt wurde zweimal 20 Minuten, „weil die alten Herren keine 45 Minuten pro Halbzeit mehr durchhalten“, wie es Stadionsprecher Markus Weber erklärte. Weber unterhielt das Publikum während der gesamten Veranstaltung gut und informierte die Zuschauer über einzelne Spieler von beiden Mannschaften.

Leistung überrascht

„Wir haben einen Sahnetag erwischt“, freute sich Organisator Jens Rüffer strahlend. Fünf Gegentore hatten die Gladbacher seit Menschengedenken nicht mehr bekommen, dementsprechend überrascht waren die Ex-Profis über die Leistung der Westerhausener. „Sie hatten uns unterschätzt“, schmunzelte Rüffer. Doch Chiquinho stellte mit zwei Treffern im zweiten Durchgang den standesgemäßen Sieg her.

Die Partie bot ein gelungenes Rahmenprogramm. Die Fußballschule vom Ex-Schalker Ingo Anderbrügge kam gut an, nach dem Spiel gab es eine Tombola. Der TSV lud die Mönchengladbacher noch zum Essen ein. „Sie waren total nett, wir haben viel gelacht“, fasste Jens Rüffer den Abend zusammen.

Aufstellungen

TSV: Efstratios Nikolaidis, Torsten Vossel, Ralf Ronsiek-Niederbröker, Frank Leuschner, Wolfgang Peuker, Manuel Kienker, Fatmir Dusinovic, Jens Siekemeyer, Mark Stühlmeyer, Jens Rüffer, Reinhard Bextermöller, Stephan Penke, Heiner Lüke, Michael Imbrock, Achim Eckert, Dimitrios Vasilakoglou, Jörg Poggemeier, Timo Hoffmann, Jörg Bode

Weisweiler-Elf: Jörg Kaessmann, Valandi Anagnostou, Jörg Jung, Bachirou Salou, Peter Wynhoff, Stephan Paßlack, Jamal el Khattouti, Olaf Weber, Hans-Jörg Criens, Martin Schneider, Thomas Winkels, Chiquinho, Jacques Goumai, Thomas Kastenmaier, Jan Zimmermann