Woodstock rennt den Pferden voran Aufregende Schleppjagd in Buer bei Melle

Von Conny Rutsch

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Buer. Woodstock in Buer? Der Ländliche Reit- und Fahrverein Buer richtete am Sonntag die jährliche Herbstreitjagd aus, und einer der Hunde der Beagle-Meute Münsterland trägt den Namen des berühmten amerikanischen Hippiefestivals.

„Mir wurde die Patenschaft eines Hundes der Meute angetragen, und der heißt nun Woodstock“, klärte der erste Vorsitzende des Vereins, Hermann Niermann, auf.

Zusammen mit 13 Koppeln – das sind 26 Hunde –, führte „Woodstock“ das Feld der knapp 70 Reiter an. Auf einer Spur von Eukalyptusöl rannte er zusammen mit den anderen Hunden hinter Schleppenleger Josef Giese, um den Reitern den Weg über die 15 Kilometer lange Strecke rund um Buer zu weisen.

Die Jagdherren Dieter Wojacki und Rainer Oberniehaus führten mit dem ersten Reiterfeld die Jagd an. Das Zweite ebenso wie das erste springende Feld leiteten Patricia Aufdemkampe und Monika Fiegert. An der Spitze der Reiter der dritten Gruppe, die die Hindernisse auf den Feldern nicht nehmen mussten, ritten Peter und Achim Sobotta. Und auch am Ende der Reiterschar passten die sogenannten Lumpensammler Manuela Dröge und Sandra Craney auf, dass niemand und nichts während der Reitjagd verloren ging.

Sechs Piköre mit Joint-Masterin Maria Gillissen führten die Beagle-Meute aus Marl an. Das schöne Bild mit den rot-weiß gezeichneten Hunden und dem Reiterfeld vor dem herbstlich gefärbten Wald verfolgten viele Zuschauer entlang der Strecke entlang des Wiehengebirges. Schriftführerin Sabine Auf der Masch hatte schon vorab erklärt: „Die Jagdstrecke wurde den Gegebenheiten des Wetters angepasst. Und auch den Ritt durch den Teich am Ende der Jagd haben wir abgesagt.“ Die Sicherheit der Reiter und Pferde steht immer an erster Stelle dieses herbstlichen Events. Auf dem Hof Backhaus in Buer vor dem Walde begann und endete die Jagd wie schon seit zehn Jahren. Das Zwischenhalali mit Erfrischungen für Mensch und Tiere fand bei Familie Hermann Niermann statt.

Musikalisch wurde die Reitjagd von den Meesdorfer Fuchsbläsern und der niederländisch-deutschen Bläsergruppe „Les Trompes des Quatre-Vents“ umrahmt, die die Zuschauer mit dem ungewöhnlichen Klang großer Jagdhörner erstaunte. „Wir kommen schon seit vielen Jahren und sehr gerne hierher“, sagte der Leiter der Bläser, Frans Rutgers aus Enschede. Gerne ließ er vom mitgebrachten Genever stilvoll aus Zinnbechern kosten.


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