Melle: Gastronomin steigt aus Herber Rückschlag für das Projekt Märchenwald

Von Christoph Franken


Melle. Schweren Herzens verabschiedet sich Iris Höcker aus dem Projekt eines Märchenwaldes am Weberhaus. Da sie Grundeigentümerin fast der Hälfte des benötigten Areals ist und für die Gastronomie zuständig sein sollte, dürfte das Vorhaben des Stadtmarketingvereins an diesem Standort geplatzt sein.

Vor eineinhalb Jahren hatte der Stadtmarketingverein die Idee geboren, an den beliebten Märchenwald aus längst vergangenen Tagen anzuknüpfen und rund um das Weberhaus Märchenstationen aufzubauen. Es gab Gestaltungswettbewerbe, zahlreiche Gespräche und auch der bekannte Freizeitanlagenbauer Jürgen Bergmann aus Görlitz war vor Ort und baute sogar ein Modell.

„Das ganz hat eine aber enttäuschende Entwicklung genommen“, sagte Iris Höcker. Das ursprüngliche Konzept habe sie voll und ganz mitgetragen, aber dann sei lange Zeit nichts passiert. „Es gab weder konkrete Maßnahmen noch Planungen.“ Inzwischen sehe ein verändertes Konzept vor, die Märchenstationen in den gegenüberliegenden Waldhang zu verlegen. Außerdem sei nur noch von drei Stationen die Rede. „Drei Stationen sind für mich kein Märchenwald“, meinte Iris Höcker.

Offenbar gibt es mittlerweile auch Meinungsunterschiede zwischen Vertretern des Stadtmarketingvereins und der Eigentümerin des Weberhauses. „Laut Herrn Theißing verzögert sich alles, weil mein gastronomisches Konzept nicht stimmt“, erklärte Iris Höcker. Gegen diesen Vorwurf wehrt sie sich. „Es gibt genügend Ausarbeitungen für ein solches Konzept, unter anderem habe ich ein Kombi-Ticket für Automuseum, Diedrichsburg und Märchenpark vorgeschlagen“. Darauf habe es aber keine Reaktion gegeben

Iris Höcker ist davon überzeugt, schon viel in das Projekt investiert zu haben. „Schon mein Durchhalten bi heute verstehe ich als Invest, aber jetzt muss ich feststellen, dass bis heute keine konkreten Entscheidungen gefallen sind“.

Ale Melleraner Kind hätte sie sich für die Stadt sehr gewünscht, dass das Projekt als neues touristisches Highlight realisiert wird. Daher hofft sie nun darauf, dassvielleicht noch ein privater Investor einsteigt.

Aber auch die Verpachtung der Gastronomie oder sogar einen Verkauf der Immobilie kann sie sich vorstellen.


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