Oldtimer wird restauriert Ehepaar nach Oldtimer-Unfall in Melle wieder wohlauf

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Bei dem Unfall auf der Wellingholzhausener Straße in Melle-Wellingholzhausen war eine Mercedes-Fahrerin mit einem dampfbetriebenen Oldtimer aus dem Jahr 1900 kollidiert. Das aus Frankreich stammende Ehepaar, das dabei verletzt wurde, ist wieder wohlauf Foto: Martin DoveBei dem Unfall auf der Wellingholzhausener Straße in Melle-Wellingholzhausen war eine Mercedes-Fahrerin mit einem dampfbetriebenen Oldtimer aus dem Jahr 1900 kollidiert. Das aus Frankreich stammende Ehepaar, das dabei verletzt wurde, ist wieder wohlauf Foto: Martin Dove

Melle. Einen Tag nach dem Unfall am Rande der 15. Meller Dampf-Automobil-Fahrt, bei dem ein Ehepaar aus Frankreich verletzt wurde, sind beide Beteiligten auf dem Weg der Besserung.

„Beide haben einfach wahnsinniges Glück im Unglück gehabt“, teilte Heiner Rössler vom Automuseum auf Nachfrage des Meller Kreisblattes am Freitag mit. Der bei der Kollision auf der Wellingholzhausener Straße leicht verletzte Ehemann habe das Krankenhaus unmittelbar wieder verlassen können und sei „wieder guten Mutes“, während die verletzte Ehefrau weiterhin zur Beobachtung im Krankenhaus liege: „Sie ist aber nicht schwer verletzt,“ erklärte Heiner Rössler.

Liebhaberstück

Der Unfall war am Maifeiertag gegen 11 Uhr auf der Wellingholzhausener Straße passiert, wo das französische Ehepaar außerhalb der geplanten Fahrtroute mit einem Dampfautomobil der Marke „Milwaukee Steam Car“, Baujahr 1900, unterwegs war. Bei diesigem Wetter und Nebel war eine 45-jährige Frau aus Wellingholzhausen in die nebelähnliche Dampfwolke, die der Oldtimer mit Dampfantrieb hinter sich herzog, hineingeraten und fuhr ungebremst auf das langsam fahrende Dampfautomobil auf. Das historische Fahrzeug schleuderte daraufhin in den Graben und überschlug sich. Den Schaden schätzte die Polizei auf 50000 bis 70000 Euro.

Totalschaden am Oldtimer

„Es ist schon traurig. Die Fahrerin des Mercedes ist meines Wissens nach aus dem Nachtdienst gekommen und wohl ungebremst auf den Oldtimer gefahren. Sie muss wohl blind gewesen sein,“ mutmaßte Heiner Rössler. Die Fahrerin blieb zum Glück unverletzt. So ein Unfall könne jederzeit passieren, meinte Rössler. Zum Glück sei das Ganze aber noch glimpflich verlaufen.

Das Ehepaar aus dem Elsass hatte mit dem Dampfauto die 15. Deutsche Dampf-Automobilfahrt „Dampf in Melle“ besucht, war allerdings auf einer Route abseits der geplanten Tour unterwegs. Das historische Fahrzeug mit offenen Sitzplätzen wurde in zwei Teile zerrissen, es entstand Totalschaden.

Das Fahrzeug soll nach Auskunft von Heiner Rössler wieder restauriert werden. Schließlich handele es sich um ein mehr als 100 Jahre altes Liebhaberstück: „Das wird aber wieder in Ordnung kommen,“ äußerte er sich zuversichtlich. Der bei dem Unfall leicht verletzte Mann aus dem Elsass hat gestern seine Teilnahme am Treffen des Freundeskreises der Oldtimer-Liebhaber fortgesetzt. Die Oldtimerfreunde hätten ihn auch zur Polizei begleitet, wo er eine Aussage zum Unfall gemacht habe: „Gott sei Dank geht es allen Beteiligten wieder gut. Ein Jammer nur, dass sie Melle wohl nicht in guter Erinnerung behalten werden.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN