Fotoausstellung im Heimathaus Erinnerungen an leidvolle Zeiten in Neuenkirchen

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neuenkirchen. Durch die fast 70-jährige Zeit des Friedens sind die kriegsbedingten Leiden allmählich in Vergessenheit geraten. Das gilt auch für die Kriegerdenkmäler in und um Melle.

Die medienträchtige Erinnerung an den Beginn des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren hat das gravierend verändert. Der Heimatverein Neuenkirchen hat das zum Anlass genommen, zum Thema Kriegerdenkmäler einen Vortragsnachmittag durchzuführen.

Schwerpunktmäßig wurde hierbei über das Rshew-Denkmal an der Warmenau bei Suttorf referiert. Ferner wurde von allen Kriegerdenkmälern sowie Mahnmalen eine Fotoausstellung gezeigt. Diese ist noch bis Ende des Jahres im Heimathaus zu besichtigen. Im Stadtteil Neuenkirchen gibt es vier Kriegerdenkmäler sowie ein Mahnmal. Auf den ersten Blick erscheint das viel, aber vor dem Hintergrund, dass es in Deutschland mehr als 100000 Kriegerdenkmäler gibt, relativiert sich diese Zahl.

Das älteste Kriegerdenkmal aus dem Jahre 1872 steht auf dem Vorplatz unserer Kirche in Neuenkirchen. Es ist bekannt als Siegessäule und berichtet noch von Stolz, Heldentum und Wehrhaftigkeit. Die drei nach dem 1.Weltkrieg errichteten Denkmäler in Neuenkirchen (Friedhof), Schiplage/St. Annen und Ostenfelde mahnen eindringlich zum Frieden und zur Versöhnung. Neben diesen geänderten Zielen sah man die Gefallenen nunmehr als Kriegsopfer an.

Gedenkfeiern

In den beiden Weltkriegen haben mehr als 450 junge Menschen aus der Samtgemeinde Neuenkirchen ihr Leben verloren. Für die betroffenen Angehörigen bedeutete das unendlich viel Leid, und es kam erschwerend hinzu, dass die Opfer fast immer in fremder Erde ruhten. Insoweit boten die Kriegsdenkmäler auch einen Ort der stillen Trauer.

Ferner finden jedes Jahr am Volkstrauertag an diesen Orten Gedenkfeiern statt. Beteiligt sind Bürgerinnen und Bürger sowie der Ortsbürgermeister, Vereine, Kirchenvertreter und der Posaunenchor. Neben der Erinnerung an die Opfer steht insbesondere die Mahnung, in den Friedensbemühungen nicht nachzulassen.


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