Astro-Tourismus zu Expo-Sternwarte Aus Melle auf Entdeckungstour zu fernen Galaxien

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Melle. Für Hobby-Astronomen aus vielen Teilen Deutschlands beginnt eine optische Reise ins Universum oftmals in Melle. Denn die Expo-Sternwarte in Oberholsten (185 Meter über NN) beherbergt das größte Amateur-Teleskop Europas.

„Nach der Weltausstellung im Jahr 2000 hat sich die Besucherzahl unserer Expo-Sternwarte auf 1000 Personen pro Jahr eingependelt“, erklärt Bernd Schröter. Bei diesen Sternenguckern handelt es sich keineswegs nur um Vereine aus der näheren Umgebung, Firmen, Ferienpass-Aktionen oder Kindergeburtstage. Versierte Amateur-Astronomen aus Berlin, Düsseldorf, dem Ruhrgebiet und westfälischen Raum kommen nach Oberholsten, um die besonders günstigen Bedingungen für Beobachtungen im Weltraum zu nutzen: Nirgendwo sonst können sie ohne Streulicht mit so einem leistungsfähigen Fernrohr ferne Galaxien, Gasnebel oder Kugelsternhaufen erkunden.

„Die Hobby-Astronomen kommen zu uns mit Listen diverser astronomischer Objekte, die sie gerne beobachten möchten. Dabei handelt es sich meist um solche Objekte, die mit kleineren Fernrohren in lichtverschmutzter Umgebung kaum zu erkennen sind“, erläutert der Meller Astronom. Schröter: „Unser Fernrohr, mit dem man eine Kerze in 10000 Kilometer Entfernung erkennen kann, hat sich in Deutschlands Astro-Szene herumgesprochen. Die Meller Expo-Sternwarte ist ein Mekka für Hobby-Astronomen geworden.“

Zwischen den Führungen und Fremdnutzungen sind die Hobby-Astronomen der Meller Sternwarte – Ludger Herkenhoff, Peter Riepe, Harald Tomsik, Rainer Sparenberg und Bernd Schröter – auch selbst bei der Erforschung und Messung himmlischer Objekte aktiv. Die Voraussetzung für gute Ergebnisse ist natürlich stets eine klare oder zumindest wolkenarme Witterungsperiode. Erkenntnisse und Entdeckungen werden auch zu wissenschaftlichen Zwecken in Fachforen und Fachzeitschriften veröffentlicht.

„Wir sind aber nicht nur auf versierte Hobby-Astronomen ausgerichtet, wir freuen uns über jeden, der sich für die Geheimnisse des Weltalls interessiert“, betont Schröter. Dafür gibt es zweistündige Führungen. Diese bestehen aus einer 60-minütigen Astroshow über den Weltraum und die Raumfahrt sowie Erläuterungen der Sternwarten-Technik. Die Höhepunkte der Führungen sind Live-Blicke durch das Okular des 44-Zoll-Newton-Teleskops.

Derzeit ist in klaren oder wolkenarmen Nächten die rötliche Oberfläche des Mars mit schwarzen Strukturen und weißer Polkappe zu erkennen. Ab Mai kommt der Planet Saturn mit seinem Ring und bis zu zehn gleichzeitig sichtbaren Monden in den Blick. Die nächste reguläre öffentliche Führung findet am 11. Mai ab 21 Uhr statt. Von Gruppen gebuchte Termine mit weiteren freien Plätzen sind auf www.sternwarte-melle.de zu finden.


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