Schneller nach Hause Ortsrat Neuenkirchen will zeitnahe Busverbindung

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Die Schule verändert sich, der Name bleibt: Wie die auslaufende Realschule trägt auch die nachwachsende Oberschule in Neuenkirchen den Namen des Heimatautors Wilhelm Fredemann. Foto: Petra RopersDie Schule verändert sich, der Name bleibt: Wie die auslaufende Realschule trägt auch die nachwachsende Oberschule in Neuenkirchen den Namen des Heimatautors Wilhelm Fredemann. Foto: Petra Ropers

Neuenkirchen. Die Oberschule in Neuenkirchen trägt – wie die nach und nach auslaufende Realschule – den Namen des Pädagogen und Schriftstellers Wilhelm Fredemann. Dem übereinstimmenden Wunsch von Schule, Schulelternrat und Heimatverein schloss sich jetzt auch der Ortsrat an.

„Fredemann war eine Lichtgestalt für diesen Raum“, freute sich Ortsbürgermeister Volker Theo Eggeling über die einstimmige Entscheidung.

Die Schüler der Wilhelm-Fredemann-Oberschule kommen keineswegs nur aus Neuenkirchen. Denn seit der Aufhebung der Schuleinzugsbezirke vermag die Schule auch Eltern aus anderen Stadtteilen zu überzeugen. Der theoretischen Wahlfreiheit sind allerdings praktische Grenzen gesetzt: Wie Eggeling berichtete, äußerten bei Informationsveranstaltungen der Schule mehrere Eltern aus Melle-Mitte den Wunsch, ihre Kinder in Neuenkirchen anzumelden - vorausgesetzt, sie kommen auch an den langen Schultagen zeitnah nach Hause.

Um 15.30 Uhr endet an den Langtagen der Unterricht. Auf eine Busverbindung müssen die Kinder derzeit allerdings bis 16.15 Uhr warten. Zum Vergleich: Alle anderen Schüler können bereits um 15.35 Uhr nach Hause fahren. Einstimmig schloss sich der Ortsrat deshalb dem von Alfred Rehuis formulierten Antrag auf Einrichtung einer Busverbindung an, die zumindest an den verpflichtend langen Schultagen gleichfalls um 15.35 Uhr nach Melle-Mitte führt.

Die Verwaltung soll dazu eine Übersicht über die aktuellen Wartenzeiten und Busauslastungen in Neuenkirchen erstellen und mit dem zuständigen Busunternehmen ein Konzept für einen zeitnahen Schülertransport erarbeiten. Veränderungen in bestehenden Busverbindungen wären dabei denkbar, müssten jedoch mit der benachbarten Grundschule abgestimmt werden. „Der Stadtrat hat ganz bewusst die Schuleinzugsbezirke aufgehoben. Nun müssen wir auch dafür sorgen, dass die Wahlfreiheit nicht nur fehlende Busverbindungen zunichte gemacht wird“, begründete Rehuis die Forderung des Ortsrates.

Schülerbeförderung

Einen Anspruch auf eine so zeitnahe Schülerbeförderung gibt es nicht: Nach den Richtlinien des Landkreises gelten bis zu zwei Stunden Wartezeit als zumutbar. „Da fasst man sich an den Kopf“, sprach Eggeling den betroffenen Eltern aus dem Herzen. Als „sehr unbefriedigend“ bezeichnete auch Rehuis die Erlasslage und erhielt dabei Unterstützung aus den Reihen der CDU-Fraktion: Angesichts des zunehmenden Ganztagsunterrichtes an den Schulen sei der Erlass so nicht mehr zeitgemäß, kritisierte Karl-Heinz Gerling.

Für Ortsrat, Schule und Eltern ist momentan allerdings nur eines entscheidend: Rechtzeitig vor den Anmeldeterminen zu den weiterführenden Schulen im Juni muss für die Schülerbeförderung nach Melle-Mitte eine Lösung gefunden werden.


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