Erfolgreiche Meller Aktionen Endspurt für Kunst von Vordemberge-Gildewart

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Momente der Stille genoß dieser Besucher bei der Vernissage zu Vordemberge-Gildewart im Park von Schloss Königsbrück. Foto:Archiv/Marita KammeierMomente der Stille genoß dieser Besucher bei der Vernissage zu Vordemberge-Gildewart im Park von Schloss Königsbrück. Foto:Archiv/Marita Kammeier

lü/fr Melle. Mit drei unterschiedlichen Aktionen beteiligten sich Meller Kunstschaffende im abgelaufenen Jahr an der landkreisweiten Retrospektive zum 50. Todestag des Osnabrücker Künstlers Friedrich Vordemberge-Gildewart (1899-1962).

Barbara Manke als Vorsitzende des Meller Kunstvereins sieht mit der Retrospektive im VG-Jahr das Werk des Künstlers wieder in das richtige Licht gerückt. „Osnabrück hat neben Remarque und Nussbaum als dritten großen Künstler eben auch Vordemberge-Gildewart und das haben die Aktionen und Ausstellungen deutlich gemacht“, fühlt sie sich im Engagement des Kunstvereins bestätigt. Der hatte zur Erinnerung an VG eine Ausstellung mit Kurt Bahlmann in der Orangerie organisiert, der sich während einer Phase seines Schaffens ebenfalls mit konstruktiver Kunst beschäftigt hatte.

„Diese Ausstellung ist super gut gelaufen, zumal es einen interaktiven Teil gab, der hervorragend angenommen wurde“, freute sich Barbara Manke.

Architekt Bernhard Strecker hatte im VG-Jahr auf dem Gerdener Kreisel nicht nur die zwölfmodulige Skulptur eines befreundeten Berliner Künstlers aufstellen lassen, sondern auch eine Ausstellung mit Rahmenprogramm auf Schloß Königsbrück initiiert. „Das war der intensivste Beitrag zu Vordemberge-Gildewart, weil wir daraus ein vierwöchiges Festival gemacht haben“, sagte Strecker.

Für ihn haben die landkreisweiten Projekte nicht nur den Künstler selbst wieder ins Bewusstsein der Menschen zurückgeholt, sondern auch die Zusammenarbeit in Sachen Kultur gestärkt. „Die gesamte Präsentation und die vielfältigen Verbindungen der unterschiedlichen kulturellen Stellen im Landkreisgebiet waren ein gelungener integrierter Prozess.“. Damit seien kulturelle Inhalte in einem überschaubaren Zeitraum transportiert worden.

Das VG-Jahr hätte im Dezember 2013 zu Ende sein müssen – rein kalendarisch jedenfalls. Einige zentrale Bausteine des Jahres sind in der Tat längst beendet. Dazu gehören die zentrale VG-Ausstellung im Felix-Nussbaum-Haus und im Kulturgeschichtlichem Museum in Osnabrück. „Den Begriff VG-Jahr vermeiden wir eigentlich. Die Veranstaltungen gehen über das Jahresende hinaus“, sagt auf Nachfrage Anke Bramlage, Projektleiterin für die Veranstaltungen rund um VG im Kulturamt der Stadt Osnabrück. „Eine Abschlussveranstaltung planen wir für Ende Mai oder Anfang Juni“, sagt Anke Bramlage weiter. Dann soll auch eine Dokumentation präsentiert werden, die das Jahr zusammenfasst. Auf jeden Fall sei bereits abzusehen, dass das Thema Vordemberge-Gildewart gesetzt sei.

Ab dem 23. Februar zeigt das Felix-Nussbaum-Haus Design und Kunst der russischen Avantgarde. Diese Arbeiten bilden das Umfeld, in dem auch Vordemberge-Gildewart als Konstruktivist tätig wurde. Die Ausstellung wird bis zum 25. Mai laufen. Derzeit gibt es noch zwei weitere Ausstellungen: Das Felix-Nussbaum-Haus präsentiert bis zum 9. Februar Werke der weitgehend vergessenen Bauhaus-Künstlerin Lou Scheper-Berkenkamp. Bis zum 27. Januar zeigt die Osnabrücker Stadtgalerie Bilder und Textilobjekte des Osnabrückers Friedrich Teepe.

Infos: www.noz.de/vg


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