Grünspecht leidet im Winter Vogel des Jahres auch in Melle heimisch

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Der Grünspecht ist Vogel des Jahres 2014. Foto: dpaDer Grünspecht ist Vogel des Jahres 2014. Foto: dpa

Melle. Mit „Picus viridis“, dem Grünspecht, wird zum 44. Mal eine Art zum „Vogel des Jahres“ gewählt und damit in den Mittelpunkt des Naturschutzes gestellt. Dieses Mal wird der Fokus jedoch auf eine Spezies gelenkt, die in doppelter Hinsicht gut lachen hat.

Denn einerseits klingt der weithin hörbare Ruf des Grünspechts wie ein grelles Lachen und andererseits kann man durchaus mit einem lachenden Auge auf die positive Bestandsentwicklung dieser Vogelart schauen.

„Diese erfreuliche Bilanz, die im krassen Gegensatz zum Trend einer Vielzahl anderer Vogelarten steht, spiegelt sich auch in Melle wider“ berichten Falko Drews und Volker Tiemeyer vom Vorstand der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON). Wurden noch vor 25 Jahren lediglich ein bis zwei Paare des Grünspechts festgestellt, so liegt der aktuelle Bestand im Stadtgebiet um die 20 Paare. „Allerdings haben die letzten strengen Winter den Grünspechten das Leben schwer gemacht und zu Verlusten“ geführt“, ergänzt Tiemeyer, der kurz vor dem Jahreswechsel noch ein Exemplar dieser überwiegend exotisch gelbgrün gefärbten Vogelart im Stadtpark von Melle beobachtet hat.

Der Grünspecht zählt entgegen den weiteren in Melle beheimateten Spechtarten wie Schwarz-, Bunt-, Mittel- und Kleinspecht zu den „Erdspechten“, die ihre Nahrung, die vor allem aus Ameisen besteht, bevorzugt am Boden von Grünflächen suchen. Mittels einer zehn Zentimeter langen klebrigen Zunge holt er die Insekten aus unterirdischen Gangsystemen.

Wer jetzt neugierig auf diesen Vogel geworden ist und ihn einmal selbst in Melle beobachten möchte, für den haben die beiden Ornithologen ein paar Tipps. „Achten sie bereits jetzt im Winter auf sein Lachen und bedenken sie bei der Verortung des Tieres stets daran, dass der Grünspecht sich allzu neugierigen Blicken der Menschen dadurch entzieht, dass er stets auf die dem Betrachter abgewandten Seite des Baumstamms umspringt“.


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