Es fehlen 160.000 Stellen Pflege-Flashmob in Melle am Samstag

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Die Pflege liegt wortwörtlich am Boden: Mit dieser Symbolhandlung, die am Samstag wiederholt werden soll, setzten Betroffene und ihre Unterstützer vor drei Wochen ein Zeichen gegen die Rahmenbedingungen in der professionellen Pflege. Foto: Martin DoveDie Pflege liegt wortwörtlich am Boden: Mit dieser Symbolhandlung, die am Samstag wiederholt werden soll, setzten Betroffene und ihre Unterstützer vor drei Wochen ein Zeichen gegen die Rahmenbedingungen in der professionellen Pflege. Foto: Martin Dove

Melle. Mit einem zweiten Flashmob in Melle am Samstag (14.12.) um 16 Uhr auf dem Marktplatz wollen Beschäftigte aus dem Bereich Pflege auf ihre Situation aufmerksam machen..

„Nach wie vor ist nicht erkennbar, dass die politisch Verantwortlichen etwas gegen den Pflegenotstand unternehmen“, heißt es in einer von Rudolf Benter (Klinikum) verbreiteten Pressemitteilung. „Die Pflege liegt schon seit Jahren am Boden. Genau dies bringen nun wiederholt und deutschlandweit voraussichtlich deutlich mehr als 5000 von Pflege betroffene Menschen durch einen zeitgleichen Flashmob zum Ausdruck“, heißt es darin.

„Nach dem „tollen Erfolg der Flashmob-Aktion am 16. November wollen wir nach dem Vorbild der Montagsdemonstrationen weiter machen“, schreiben die Unterzeichner Marika Dessin, Hanfried Alke und Rudolf Benter weiter.

An zentralen Stellen von rund 80 Städten in Deutschland werden sich Menschen für zehn Minuten auf den Boden legen setzen. Die Kernforderung gegen den Pflegenotstand lautet, dass mehr Personal-Stellen in der Pflege in Krankenhäusern, Altenheimen und in ambulanten Diensten geschaffen werden, um die Berufsflucht zu stoppen. Allein in den Altenpflegeheimen müssten zur Bekämpfung des Pflegenotstands 15 bis 20 Prozent mehr Stellen geschaffen werden. Laut Angaben der Gewerkschaft Verdi fehlen in den Krankenhäusern in Deutschland über 160000 Stellen.

„Die Pflegebranche ist wie kaum eine andere auf die Solidarität derjenigen angewiesen, die von Pflege bedroht sein könnten, und das sind eigentlich alle“, so die Unterzeichner.


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