Letzte Chance für ein Projekt Meller Hand in Hand mit Südafrika

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Melle. Sieben Jahre lang dümpelte ein gemeinsames Projekt des Diakonischen Werkes Melle und des Kirchenkreises in der südafrikanischen Millionenstadt Durban vor sich hin. Jetzt soll das Vorhaben zur Förderung sozial benachteiligter Jugendlicher bis November 2014 realisiert werden.

Das ist das Ergebnis eines kürzlich geführten Gesprächs in Durban mit allen Beteiligten, an dem auch der Geschäftsführer des Diakonischen Werks (DW) für Stadt und Landkreis Osnabrück, Heiko Grube, teilnahm.

Grube, der außerdem Mitglied im Meller Verein „friends of partnership“ ist, hatte gegenüber den südafrikanischen Gastgebern im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass sich das DW aus dem Projekt ausklinken werde, wenn nicht endlich Bewegung hinein komme. Er hatte das mit dem Vorschlag verbunden, Ncami Khumalo als Projektleiterin einzusetzen. Die 41-jährige ist Abteilungsleiterin in der Nationalparkverwaltung des südafrikanischen Bundeslandes KwaZulu-Natal in der Hauptstadt Durban und engagiert sich im lutheranischen Kirchenkreis Durban.

Neue Projektleiterin

Beim jüngsten Gespräch in Durban waren sich die Mitglieder des Koordinationskomitees einig, die engagierte Frau aus Pietermaritzburg mit der Aufgabe zu betrauen. Sie kündigte an, mit dem Arbeiten auf dem Gelände in Bishopstowe im Sommermonat Februar beginnen zu wollen und die Arbeiten bis November abzuschließen. „Wir könnten sofort beginnen, da die Projekt- und Finanzplanungen abgeschlossen sind“, erklärte Ncami Khumalo. Da aber jetzt im Dezember die Feiertage anstünden und im heißen südafrikanischen Januar Schulferien sind, böte sich der Februar an.

Auf dem Gelände einer früheren Grundschule in Bishopstowe, einem abgelegenen Flecken bei Pietermaritzburg, will der Kirchenkreis eine Art Berufsschule für Landwirte, Gärtner und Köche einrichten. Es sollen vorrangig Kinder aus sozial schwierigen Familien beschult werden, die von den zwölf Kirchengemeinden des Kirchenkreises geschickt werden. An diesem umgerechnet 75.000 Euro teuren Vorhaben beteiligen sich das Diakonische Werk Osnabrück und der Verein „friends of partnership“ gemeinsam mit der südafrikanischen Kirche.

Gleichzeitig entsteht auf dem Areal der neue Sitz des Superintendenten für etwa die gleiche Summe. Dieser Komplex wir komplett von der südafrikanischen Kirche finanziert.

Grube betonte während der Sitzung: „Ich vertraue der Aussage der Projektleiterin, wonach die Arbeiten bis November abgeschlossen sind“. Grube hob in diesem Zusammenhang noch einmal die Bedeutung gut ausgebildeter junger Menschen für das wirtschaftliche boomende Südafrika hervor.

Superintendent Nathi Myaka verwies darauf, dass seine Kirche sehr viel Land besitze, das es zu bestellen gelte. Insofern seien auch da landwirtschaftlich ausgebildete Mitarbeiter hilfreich. „Insofern hat Bishopstowe für uns jetzt und zukünftig einen sehr hohen Wert“, so Myaka.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN