Kriegsbeginn vor 100 Jahren Melle: Das Ehrenmal soll saniert werden

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Das Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs am Grönenbergpark trägt 166 Namen. Foto: Christoph FrankenDas Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs am Grönenbergpark trägt 166 Namen. Foto: Christoph Franken

Melle. 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Vor diesem Hintergrund soll das Denkmal im Grönenbergpark renoviert werden.

An der Sandsteinsäule hat der Zahn der Zeit enorm genagt. Die 166 dort eingemeißelten Namen sind kaum noch zu lesen und an einigen Stellen oberhalb des Sockels fehlen quadratzentimetergroße Stücke. Das Thema war kürzlich auch im Ortsrat Melle-Mitte angesprochen worden.

„Es wird im kommenden Jahr eine Sanierung der Gedenktafeln an dem Denkmal geben“, erklärte Jürgen Krämer als Sprecher der Stadt auf Anfrage. Momentan würden Informationen von Fachfirmen darüber eingeholt, welche Sanierungsmaßnahmen am geeignetsten sind. Es gehe dabei um die Frage, wie die Sandsteinplatten dauerhaft erhalten werden können und wie es gelingt, die eingemeißelten Namen wieder sichtbar zu machen. In diesem Zusammenhang würden auch die Kosten für eine solche Restaurierung ermittelt.

Das war unser Ansinnen

Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel hatte im Ortsrat einen entsprechenden Vorschlag gemacht , dem die Mitglieder des Gremiums einmütig gefolgt waren. „Genau das war unser Ansinnen“, freute sie sich jetzt über der Aktivitäten der Verwaltung.

Krämer verwies auf ein Beispiel aus Buer. Dort waren vor Jahren die ebenfalls sehr mitgenommenen Sandsteinplatten des Ehrenmals auf dem Alten Friedhof zunächst aufgerichtet worden. Dann machte sich ein Steinmettz an die Arbeit und meißelte die einzelnen Namen der Gefallenen nach. Finanziert worden ist das Ganze seinerzeit über die Hille-Stiftung.

Hermann Kuipers, Vorsitzender des Verschönerungs- und Verkehrsvereins, sieht das Denkmal mehr als Mahn- denn als Ehrenmal. Angesichts der zahlreichen Toten sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg habe die Gedenkstätte nach wie vor ihre Bedeutung. „Da sollten wir uns gemeinsam mit der Stadt und eventuell dem Heinmatverein engagieren“, betonte er. Er denke da eher an die Gesamtanlage, die gereinigt und saniert werden könne.

Ähnlich sieht das Uwe Plaß als stv. Vorsitzender des Heimatvereins. „Eine solche Sanierung ist ganz in unserem Sinne und ich kann mir unsere Mitarbeit grundsätzlich vorstellen“. Plaß verwies darauf, dass sich die Gedenkstätte unmittelbar neben dem Heimatmuseum befinde. „Schon deswegen liegt uns ihr Zustand sehr am Herzen“.

Im übrigen sei die Gesamtanlage der Gedenkstätte von dem renommierten Künstler Fritz Szalinski (1905 - 1978) gestaltet worden und daher auch kulturhistorisch wertvoll.


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