Bleichweg wird aufgegeben Melle: Fusion der Evangelisch-Reformierten


fr/pm Melle. „Wir sind nun eine Gemeinde:“ So steht es im neuen Gemeindebrief der evangelisch-reformierten Gemeinden Melle und Osnabrück und damit die Fusion beider Gemeinden angekündigt. Das Kirchengebäude in Melle am Bleichweg wird aufgegeben. Stattdessen wird die Bergkirche in Osnabrück neuer Mittelpunkt der Kirche.

Nach einem intensiven Beratungsprozess haben die Gremien beider Gemeinden eine Fusion zum Jahresbeginn 2014 beschlossen. Dem vorausgegangen war eine Pfarrstellenreduzierung durch die reformierte Landeskirche sowohl in Melle als auch in Osnabrück. „Eine gute Versorgung der beiden Gemeinden in den alten Strukturen erschien nicht mehr möglich“, erklärte Pastorin und Präses Ilse Landwehr

Die neue Gemeinde aller Reformierten im Osnabrücker und Wittlager Land plant den Standort am Bleichweg in Melle aufzugeben. Ihr großes Gottesdienstzentrum ist die Bergkirche in Osnabrück. Dort wird auch der Fusionsgottesdienst am 1.Advent gefeiert werden. Ein Fahrdienst aus Melle zu dieser Veranstaltung ist organisiert.

Der letzte Gottesdienst im Meller Gemeindezentrum am Bleichweg wird am kommenden Sonntag (24.11.) um 10.00 Uhr abgehalten. Er wird von der Präses des Synodalverbands Emsland-Osnabrück, Pastorin Ilse Landwehr, gestaltet.

Künftig wird reformierter Gottesdienst neben dem Standort Osnabrück auch in regelmäßigen Abständen in der evangelisch-lutherischen Petrikirche in Melle stattfinden. „Das Neue daran ist, dass so evangelisch- lutherische und evangelisch - reformierte Christen in der Region viel enger als bisher zusammenrücken, was sowohl wortwörtlich in einer Kirche als auch im übertragenen Sinne zu verstehen ist“, heißt es in einer Pressemitteilung. Denn der Hauptgottesdienst am Sonntag um 9.30 Uhr in der Petrikirche werde dann im vierteljährlichen Rhythmus gemeinsam nach reformierter Liturgie mit reformierten Predigern aus Osnabrück gefeiert. „Menschen lutherischer als auch reformierter Prägung werden so einander durch gemeinsam besuchte Gottesdienste beider evangelischer Traditionen bereichern und befruchten“, so die Mitteilung.

Schlichte Gottesdienste

Die Reformierten kommen von der schweizerischen Reformation durch Ulrich Zwingli und Johannes Calvin her, die zum Beispiel wesentlich schlichtere Gottesdienstformen kennt und den Psalmengesang sehr schätzt.