Jetzt Bundestagsmitglied Melles Bürgermeister Berghegger offiziell verabschiedet

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Die Stadtansicht von Melle erhielt André Berghegger (2. von rechts) zum Abschied von Siegfried Göhner, Wilhelm Hunting, Silke Meier, Heinrich Thöle (von links) und Harald Kruse (rechts). Foto: Christoph FrankenDie Stadtansicht von Melle erhielt André Berghegger (2. von rechts) zum Abschied von Siegfried Göhner, Wilhelm Hunting, Silke Meier, Heinrich Thöle (von links) und Harald Kruse (rechts). Foto: Christoph Franken

Melle. „Auch wenn einiges beschönigt wurde, gut tut es doch“: Mit diesen Worten dankte Bürgermeister a. D. André Berghegger am Donnerstagabend im Forum zahlreichen Rednern und Gästen, die den frisch gebackenen Bundestagsabgeordneten (MdB) ganz offiziell verabschiedet hatten.

Ratsvorsitzender Siegfried Göhner hatte eingeladen und moderierte die Veranstaltung. Er stellte seiner Rede ein Zitat aus der Einladung voran: „Zukunft stellt sich ein, wo immer Abschied genommen wird“ (Elazar Benyoetz). Berghegger habe als junger MdB eine große Zukunft vor sich, aber auch für die Stadt werde es weiter eine Zukunft geben, so Göhner. Er dankte Berghegger im Namen des gesamten Rates für sein Engagement in Diensten der Stadt und wünschte ihm Glück und Erfolg für die Herausforderungen in der neuen Aufgabe. „Sie überlassen die Stadt gut aufgestellt einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger.“

Göhner hatte zuvor zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßt, darunter Ehrenbürger Josef Stock, mehrere Bürgermeister aus der Region und Günter Harmeyer als Vorsitzenden der Bürgermeisterkonferenz.

Für die CDU-Fraktion im Stadtrat lobte auch Gerda Hövel die Tätigkeit Bergheggers. „Die CDU-Fraktion wird dich und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dir vermissen.“ Es sei die unaufgeregte, vermittelnde und ausgleichende Art von Berghegger gewesen, mit der er das Amt geprägt habe. Unter Bergheggers Führung habe sich Melle zudem als familienfreundliche und wirtschaftsfreundliche Stadt etabliert. Das hätten die Wähler dann ja auch honoriert und Berghegger in den Bundestag entsandt.

SPD-Fraktionschef Wilhelm Hunting sagte zu Berghegger gewandt. „Zuhören, abwägen, urteilen: Das prägte die Diskussionskultur und ist dein Schlüssel zum Erfolg.“ Insgesamt sei so das Klima zwischen Politik und Verwaltung positiv beeinflusst worden. Als Bürgermeister habe Berghegger zudem zukunftsorientiert agiert und das zum Beispiel bei den Betreuungsangeboten für die Kitas und bei der Gründung der IGS unter Beweis gestellt.

„Auch wir Grüne müssen den Ex-Bürgermeister loben“, begann Silke Meier für die Ratsfraktion der Grünen ihr Grußwort. Berghegger habe für ihre Fraktion immer ein offenes Ohr gehabt und sei mit den Grünen ehrlich und fair umgegangen. Silke Meier verband ihren Dank dafür mit sehr persönlich formulierten guten Wünschen.

Für die FDP-Fraktion bekundete Heinrich Thöle den Respekt vor der Entscheidung Bergheggers, nach Berlin zu wechseln. Zwei Gründe hätten dafür den Ausschlag gegeben: Zudem sei mit dem Verzicht Georg Schirmbecks auf eine weitere Kandidatur ein sicherer Wahlkreis frei geworden, und zum anderen habe die neue rot-grüne Mehrheit im Stadtrat die Arbeit des Bürgermeisters erschwert.

„Melle sagte Nein“

Dechant Michael Wehrmeyer und Superintendent Wolfgang Loos sprachen ihr Grußwort gemeinsam. „Christliche Buntheit zeichnet Melle nämlich aus, und wir fühlen uns Melle ökumenisch verbunden“, sagte Wehrmeyer. Loos erinnerte an Melles Widerstand unter Bergheggers Führung gegen den NPD-Bahnhof. „Melle sagte Nein, und du hast dem Ganzen ein Gesicht gegeben. Danke“, sagte Loos unter dem Beifall der Versammlung. Wehrmeyer dankte dem früheren Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit, und gemeinsam wünschten sie ihm abschließend Gottes Segen.

Günter Harmeyer überbrachte Grüße von Landrat Michael Lübbersmann und bedauerte das Ausscheiden Bergheggers aus der Bürgermeister-Runde. Erster Stadtrat Andreas Dreier sprach von einem Chef, der viel Vertrauen in der Belegschaft genossen und das Amt mit Herz und Seele ausgefüllt habe.

Berghegger sagte in seiner Schlussrede: „Ich blicke dankbar zurück, zuversichtlich nach vorne und ehrfürchtig nach oben.“

Für den musikalischen Rahmen sorgten Kristin Hillebrand und Cornelius Brylankowski.


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