„Energie-Ball“ in Melle Kleinwindenergie für bessere Stromversorgung

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<em>„Energie-Ball“: </em>Stromversorgung mit Windenergie.Foto: privat„Energie-Ball“: Stromversorgung mit Windenergie.Foto: privat

Melle. Mit 2,25 Kilowatt Maximalleistung ist der „Energie-Ball“ versehen, der bei Kosten von 5900 Euro plus Einbau seit einem halben Jahr auf dem Gebäude der Firma Deiters Strom aus Wind erzeugt. Das erfuhren die 45 Interessenten aus dem Osnabrücker Land, die sich selbst ein Bild machten über die Möglichkeit, die eigene Stromversorgung mit Windenergie zu verbessern.

„Entscheidend bei der Auswahl einer geeigneten Anlage ist eine ausreichend große Rotorfläche und deren Bauart, da sie über die Windernte entscheidet“, erklärte Fachmann Uwe Hallenga. Mit zunehmender Höhe seien steigende Erträge zu erwarten. Wegen der unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten sei eine Windmessung über mindestens ein halbes Jahr anzuraten. Angebote, die über 8 Meter/Sekunde anpreisen würden, seien mit Vorsicht zu behandeln. Der Standort sollte nach allen Seiten frei sein.

Zu achten sei auf eine realistische Angabe der Wirkungsgrade von maximal ca. 30 Prozent bei Vertikal- und ca. 40 Prozent bei Horizontal-Achsanlagen. Die Anlaufgeschwindigkeit sei mit 3 Meter/Sekunden völlig ausreichend. Unterschiede gebe es bei den Drehzahlen, dem Gewicht und dem Schall, wobei sich horizontal drehende Rotoren zumeist etwas lauter seien.

„Bei Anlagen auf dem Dach sollte das Schlafzimmer nicht darunter liegen, da sich über die Wand das Generatorgeräusch als kräftiges Grummeln übertragen kann“, so Hallenga. Bei der Genehmigung durch Stadt oder Landkreis müsse eine Statik und auch der Schallleistungspegel in der Regel mit angegeben werden. Im Gegensatz zu Niedersachsen seien in mehreren Bundesländern Anlagen bis zu 10 Meter Höhe im Außenbereich genehmigungsfrei. In jedem Fall sei eine frühzeitige Abstimmung mit den Nachbarn sinnvoll.

Der von der Firma Deiters gewählte „Energie-Ball“ biete innerorts die größtmögliche Akzeptanz, erklärte Reimund Büschleb. Um Kosten zu sparen, sei vor einem Antrag eine Voranfrage mit Flurkarte und Herstellerprospekt anzuraten. Anwesende berichteten über Erfahrungen mit einer 300-Watt-Anlage in Ostercappeln und einer 500-Watt-Anlage in Voltlage, womit ein Beitrag zu einer anderen Energieversorgung geleistet werden könne.


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