Wer folgt André Berghegger? Melle wählt neuen Bürgermeister

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Strahlender Wahlsieger: André Berghegger, Ehefrau Maike und die Kinder Ann-Sophie und Nicolas freuen sich über den Einzug in den Bundestag. Foto: Simone GraweStrahlender Wahlsieger: André Berghegger, Ehefrau Maike und die Kinder Ann-Sophie und Nicolas freuen sich über den Einzug in den Bundestag. Foto: Simone Grawe

Melle. Nach dem grandiosen Wahlsieg von André Berghegger, der mit 53,1 Prozent der Stimmen als Nachfolger von Georg Schirmbeck in den neuen Bundestag einziehen wird, muss Melle vorzeitig einen neuen Bürgermeister wählen.

Schon bei der Wahlparty am Sonntagabend hatte die CDU-Landtagsabgeordnete Gerda Hövel bei aller Freude über den souveränen Sieg des 41-Jährigen bedauert, dass Melle demnächst auf ihren „tüchtigen und beliebten Bürgermeister“ verzichten müsse.

Und so geht es weiter: Bis zur konstituierenden Sitzung des 18. Deutschen Bundestages - üblicherweise rund vier Wochen nach der Wahl - bleibt Berghegger im Amt.

Im Anschluss übernimmt sein allgemeiner Vertreter, der Erste Stadtrat Andreas Dreier, die Leitung auf Verwaltungsebene. Die drei ehrenamtlichen Bürgermeister Christina Tiemann (CDU), Annegret Mielke (SPD) und Silke Meier (Grüne) werden die Stadt bis zur Wahl des neuen Bürgermeisters repräsentativ nach außen vertreten.

Die Wahl des Nachfolgers muss spätestens sechs Monate nach Ausscheiden des Bürgermeisters aus dem Amt erfolgen, teilte Jürgen Krämer auf Anfrage mit. Allerdings: Ein Wahltermin wäre auch bis zu drei Monaten später möglich, wenn dadurch eine Kopplung mit einer anderen Wahl ermöglicht wird: „Als möglicher Wahltermin käme somit Sonntag, 25. Mai 2014, in Betracht, der Tag, an die Europawahl stattfinden wird,“ erklärte der Mediensprecher der Stadt.

Eine endgültige Entscheidung, an welchem Termin die Meller zur Bürgermeisterwahl an die Urne gerufen werden, trifft der Rat. Ob sich das Gremium bereits bei seiner nächsten Zusammenkunft am 1. Oktober festlegen wird, ist offen. Denkbar ist vielmehr, dass der Wahltermin in der Dezember-Sitzung festgelegt wird.

Wahlvorschläge können von politischen Parteien, Gruppen von Wahlberechtigten (Wählergruppen) und von Einzelpersonen eingereicht werden. André Berghegger war im September 2006 zum Bürgermeister von Melle gewählt worden, nachdem er sich gegen seinen Kontrahenten Siegfried Göhner hatte behaupten können.

Nach seinem triumphalen Erfolg am Sonntag konnte André Berghegger viele Glückwünsche entgegennehmen, sowohl persönlich von seinen Parteifreunden und Unterstützern wie auch per E-Mail, telefonisch und per SMS. Nach einer kurzen Nacht holte ihn der Alltag am Montagmorgen gleich wieder ein: Einem Vormittag im Büro folgte am Nachmittag eine Fahrt nach Berlin.


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