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Beliebte blaue Boxen Gesundes Frühstück für i-Männchen der Grundschule Westerhausen

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<em>Beliebte Frühstücksboxen:</em> die i-Männchen und die großzügigen Spender. Foto: Stefan BuchholzBeliebte Frühstücksboxen: die i-Männchen und die großzügigen Spender. Foto: Stefan Buchholz

Melle. Für jeden Schulanfänger der Grundschule Westerhausen gab es jetzt eine Frühstücksbox. Inhalt: belegtes Brot, Obst und Gemüse. „Das hilft besser beim Denken und Lernen“, sagte Heinrich Elsmeier den Schulanfängern der 1a. Mitgebracht hatte der Bäckermeister noch Irene Skibbe von der Fleischerei Lammerschmidt. Beide warben für die gesunde Kost in den Frühstücksboxen. „Wir möchten, dass ihr darin immer ein gutes Frühstück von zu Hause mitbringt“, so Elsmeier und Skibbe.

Was gute Lebensmittel sind, wissen die meisten i-Männchen schon. Auf dem Aufgabenzettel haben sie gerade gute von weniger hilfreicher Nahrung getrennt. Dass Cola nicht in den Korb der besseren Essenssachen gehört, ist bekannt. „Zu viel Zucker, und außerdem macht sie dick.“ Kinder seien in dem Alter sehr aufnahmebereit und für natürliche Produkte zu sensibilisieren, meinte Jens Fuhrmeister, nachdem jeder Schüler eine Frühstücksbox bekommen hatte. Seine Firma, die Signal Iduna Versicherung, habe in diesem Jahr die Kosten für die Kunststoffbehälter bezahlt. „Die blauen Boxen in Form eines Autos sind seit zwei Jahren der Renner“, versicherte Ursula Schaub, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Osnabrück. Unter deren Dach zeichneten jeweils die Bäcker- und die Fleischer-Innung zu Osnabrück für den gesunden Inhalt der Boxen verantwortlich. Die i-Männchen in Westerhausen fanden mit magerer Wurst belegtes Misch- und Körnerbrot sowie Weintrauben und eine Gurkenscheibe vor.

Hintergrund der Aktion „Schulfrühstück“: Die Krankenkassen hätten festgestellt, dass bundesweit jedes dritte Kind ohne eine erste Mahlzeit am Morgen in die Schule komme, so Schaub. „Deshalb starten wir seit ein paar Jahren die Verteilung der Boxen im Stadt- und Landkreis.“ Überall dort, wo in der Nähe einer Grundschule noch Bäckereien und Fleischereien ansässig seien, bemühten sich deren Leiter um Patenschaften mit den Grundschulen.

Ganz selbstlos sei die Aktion aber nicht, wie Schaub offen sagte. „Wir hoffen, dass die Eltern auch in den Fachgeschäften der Region einkaufen.“ Und die Nahrungshandwerker hätten einen ersten Kontakt zu den Kunden von morgen hergestellt, ergänzte Bäcker Elsmeier.


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