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SVO-Herren-Reserve steht dank Muracevics großer Stunde vor dem Klassenerhalt – Eicken verliert Spitzenspiel Die „gefürchtete Vorhandpeitsche“ geschwungen

Von Malte Stickel

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Nach langer Trainingspause feierte Nihad Muracevic ein glänzendes Comeback. Foto: Malte StickelNach langer Trainingspause feierte Nihad Muracevic ein glänzendes Comeback. Foto: Malte Stickel

stim Melle. Die Wellinger Tischtennisdamen lassen nicht nach – auch gegen Wissingen gaben sich Julia Schlöpker und Co. keine Blöße. Fast noch einfacher schien der 9:1-Erfolg des TSV Riemsloh gegen Schledehausen, während Oldendorfs dritte Herren sich ihre beiden Zähler gegen Eicken schwer erarbeiteten mussten.

Landesliga, Damen

SV Oldendorf IV – SV Molbergen 7:7 (28:27)

SV Hesepe/Sögeln – SV Oldendorf IV 7:7 (24:24)

Mit Licht und Schatten präsentierten sich Oldendorfs vierte Damen gegen Molbergen und Schlusslicht Hesepe. Beide Partien endeten remis. Mit diesem Ergebnis konnte das junge Quartett vor allem gegen Molbergen gut leben. Nach dem 5:8 im Hinspiel nur Außenseiter, spielte die SVO trotz zweier verlorener Doppel zu Beginn gut mit und hatte in Gina Henschen (3) ihre stärkste Kraft, während Ulrike Hakemeyer glücklos agierte und den siebten Gegenpunkt quittierte. Sonja Hoffmann und Niina Shiiba holten zuvor je zwei Siege.

Gegen den Tabellenletzten SV Hesepe/Sögeln taten sich die Grönegauer umso schwerer. Gegen Hesepes „Lebensversicherung“ Mausolf war kein Kraut gewachsen, und so sicherte die Spitzenspielerin ihrem Club allein vier Siege. Aufseiten der SVO punkteten Hoffmann (2), Henschen (2) und Johanns (2), während Shiiba nicht wie gewohnt ins Spiel fand. Mit diesen beiden Zählern schiebt sich die SVO-Equipe auf Rang acht, der zur Relegation berechtigt.

Bezirksoberliga, Herren

TTV Cloppenburg – SV Oldendorf II 3:9 (15:30)

Für den Paukenschlag sorgte Cloppenburg schon vor der Partie. Spitzenspieler Matthias Elsen, einst für Garrel in der Regionalliga aktiv und mit Abstand der Beste im TTV-Dress, sagte sein Mitwirken zehn Minuten vor Beginn wegen seiner Geburtstagsfeier am Abend ab. Der rasch rekrutierte Ersatz schlug sich insbesondere im Doppel recht wacker, dennoch behielten Holtmeyer/Chrzanowski die Oberhand. Zuvor hatten Kiel/Diekmann sicher gesiegt, während Muracevic/Stickel in fünf Sätzen unterlagen. Der konstant starke Kiel sowie der für Visbeck ins erste Paarkreuz aufgerutschte Holtmeyer erhöhten auf 4:1, Stickel allerdings war gegen den benoppten TTV-Dreier Menke ohne Chance. Dann schlug die Stunde von Nihad Muracevic: Ohne Spielpraxis und mit langem Trainingsrückstand beeindruckte er mit großer Ballsicherheit und seiner gefürchteten Vorhandpeitsche. So setzte er sich zunächst in vier Sätzen gegen Meinders durch, ehe er nach Siegen von Diekmann, Chrzanowski und Kiel sowie einer knappen Pleite von Holtmeyer abermals an den Tisch musste.

Noppenspieler Menke wollte mit Störschlägen gegen Muracevic zu seinem zweiten Tagessieg kommen, doch eben diese Noppenbälle erwiesen sich für Oldendorfs Routinier als ein gefundenes Fressen. Ein ums andere Mal schlugen die Topspins auf der Seite des Cloppenburgers tödlich ein – nach vier Sätzen waren auch dieses Einzel und damit die gesamte Partie beendet. Mit 12:14 Punkten ist die Sportvereinigung damit so gut wie gerettet, der TTV indes kann für die Bezirksliga planen.

Bezirksliga, Damen

SV Wissingen IV – TV Wellingholzhausen 2:8 (15:28)

Wie schon in den vorangegangen Spielen zeigte der WTV auch in Wissingen Anlaufschwierigkeiten im Doppel. Während Quatmann/Holtmeyer im fünften Satz verloren, leisteten sich Schlöpker/Gnatzig vor allem zu Beginn viele Fehler, wurden aber immer sicherer und gewannen schließlich verdient. In den Einzeln machte zunächst Wissingens talentierte Nachwuchsspielerin Verena Seliger einen starken Eindruck und ging mit offensivem Noppenspiel 2:0 gegen Algeth Holtmeyer in Front. Die WTV-Spielerin passte sich jedoch immer besser dem Spiel an, hielt ihre Gegnerin mit schnellen Rückhandtopspins und tiefen Vorhandbällen in Schach und siegte schließlich in einem sehenswerten Einzel im fünften Satz.

Auch Björke Quatmann verschlief den ersten Satz, zeigte danach aber ihre ganze Klasse. Sie gewann den zweiten Satz 11:1 und schließlich auch das Spiel – der WTV-Zug hatte mal wieder Fahrt aufgenommen, was sich auch im unteren Paarkreuz zeigte, in dem Schlöpker und Gnatzig auf 5:1 erhöhten.

Quatmann musste dann zwar noch einen Punkt für Wissingen durch Seliger zulassen, Gnatzig sicherte aber mit ihrem souveränen Sieg den achten Punkt. Insgesamt machte es Wissingen zwischenzeitlich spannender als im Hinspiel, dennoch zeigt das Satzverhältnis, wie kompakt und konzentriert der WTV in dieser Serie auftritt – mit vier Punkten Vorsprung auf Verfolger Venne rückt Welling dem Aufstieg immer näher.

1. Bezirksklasse, Herren

TSV Riemsloh – SF Schledehausen 9:1 (28:7)

Zu einem lockeren Kantersieg kam Riemsloh gegen das personell geschwächte Schledehausen, das nur zu fünft antrat. Kampflos gingen damit bereits drei Spiele an die Riemsloher, die sich nur im Spitzenpaarkreuz großer Gegenwehr ausgesetzt sahen. Nachdem die Hausherren 2:1 vorn lagen, mussten Riemslohs Topspieler Björn Wolski (2) und Norbert Maas (1) über die volle Distanz gehen, um ihre Gegner jeweils mit 3:2 in die Schranken zu weisen. Mit dem 4:1 im Rücken war der Rest ein Selbstläufer – die folgenden 15 Sätze gingen alle an Riemsloh. Damit liegt die heimstarke Truppe mit 21:9 Punkten weiter aussichtsreich im Aufstiegsrennen.

2. Bezirksklasse, Herren

VfL Kloster Oesede – Topspin Grönegau 2:9 (16:29)

TSV Riemsloh II – VfL Bad Iburg 9:2 (29:17)

SV Eicken – SV Oldendorf III 6:9 (29:37)

TSG Dissen III – SV Eicken

7:9 (31:32)

Die Aufstiegsfrage ist so gut wie geklärt: Nach den Ergebnissen des Wochenendes kann der Meister eigentlich nur Oldendorf oder Topspin Grönegau heißen. Während Topspin bereits am Montag gegen Kloster Oesede locker vorlegte, schüttelte Oldendorf beim 9:6-Sieg in Eicken den nächsten Verfolger ab. Die SV musste Heggemann ersetzen und lag rasch mit 2:5 hinten. Zwar gab Eicken nie auf, dennoch gelangte es nicht mehr in Reichweite eines Punktes – den Endstand stellte Oldendorfs Spartenchef Uwe Henschen höchstselbst her. Bester Topspin-Akteur war Olaf Klamer, der mittlerweile 9:0 Siege aufweist. Eicken wiederum betrieb am Sonntag Wiedergutmachung und setzte sich mit 9:7 in Dissen durch – auch die TSG ist damit aus dem Rennen.

Niedersachsenliga, Mädchen

Elsflether TB – SV Oldendorf 8:0 (24:4)

Torpedo Göttingen – SV Oldendorf 8:4

Bezirksklasse, Damen

SV Hesepe/Sögeln II – SV Oldendorf VI 6:8 (22:28)

Kreisliga, Herren

VfL Lintorf – TV Wellingholzhausen 5:9 (27:30)

SV Eicken II – SV Oldendorf IV 6:9 (24:33)

TSV Riemsloh III – TV Bohmte 9:6 (31:27)

1. Kreisklasse, Herren

TV Neuenkirchen – TTV Stirpe-Oelingen II 1:9 (11:28)

TTC Topspin Grönegau II – TV Bohmte II 9:3 (32:21)


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