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5000 Mitstreiter? Auf dem Wochenmarkt will Josefa Schmitz die Meller für den Klimaschutz begeistern

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Ideen zum Klimaschutz auf Tafeln hat Josefa Schmitz viele: Nun fehlen noch Köpfe dazu. Foto: Christoph FrankenIdeen zum Klimaschutz auf Tafeln hat Josefa Schmitz viele: Nun fehlen noch Köpfe dazu. Foto: Christoph Franken

fr Melle. Wenn sich die städtische Umweltbeauftragte Josefa Schmitz am morgigen Mittwoch von 8 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt zeigt, will sie nicht etwa Wurst, Obst oder Käse kaufen: Sie versucht, weitere Meller als Klima-Akteure zu gewinnen.

Die Aktion heißt „Klima-Akteure der Stadt Melle zeigen ihr Gesicht“. Ziel ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht nur rund 5000 Bürger zum Mitmachen zu bewegen, sondern sie auch dazu zu bringen, sich als Klimabotschafter auf der Internetseite der Stadt zu präsentieren. „Ich will die vorhandenen positiven Ansätze in der Bürgerschaft unterstützen und mit diesen Leuten ins Gespräch kommen“, erklärte Josefa Schmitz in einem Pressegespräch. „Ich will wissen: Was tut ihr schon, was habt ihr noch vor, und was braucht ihr an Unterstützung?“, formulierte es die Umweltbeauftragte.

Sie ist guter Dinge, das Ziel von 5000 Mitstreitern zu erreichen. Schließlich hatte sie auf einem Stand des Geranienmarktes bereits die Möglichkeiten, für das Projekt zu werben. „Seitdem weiß ich, dass ganz viele Leute schon in Sachen Klimaschutz undercover unterwegs sind, denn die tun schon eine Menge dafür.“

Josefa Schmitz konkretisierte das: „Dies können ganz alltägliche Dinge sein wie möglichst oft das Rad anstelle des Autos zu nutzen, seltener den Wäschetrockner anzustellen und stattdessen die Wäsche auf der Wäscheleine trocknen, regionale Produkte zu bevorzugen, oder auch eine Solaranlage auf dem Hausdach zu installieren.“

Das in der Region einzigartige Projekt nach dem Beispiel der Städte Trier und Heidelberg will also Menschen dazu bringen, sich um den Klimaschutz Gedanken zu machen und zu überlegen, wie sie sich selbst aktiv einbringen können.

„Mir geht es nicht um Zukunftsvisionen, sondern um die wirklich machbaren Dinge, die innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre auch tatsächlich umgesetzt werden können“, betonte Josefa Schmitz. Ein Baustein davon sei die Dialogförderung mit Bürgern zum Thema Klimaschutz, die jetzt ausgeweitet werde.

Die Aufnahmen der ersten 59 Klima-Akteure können bereits auf der Internetseite der Stadt angesehen werden, nämlich unter Rathaus – Umwelt – Energie und Klima – Klima-Akteure in Melle.

Vorschläge für zusätzliche Motive, die für den Klimaschutz werben, hat Josefa Schmitz noch genug: Das können unter anderem sein: Rentner mit ihrem Elektrofahrrad, Kinder voller Freude über die Solaranlage auf ihrem Elternhaus, Pärchen, die gemeinsam eine Badewanne benutzen, die Mellerin, die Wäsche im Garten aufhängt, der Künstler, der das Thema Klimaschutz umsetzt, oder der Mann, der Produkte aus der Region voller Genuss isst und auf exotische Früchte verzichtet.

„Gerne würde ich auch mit der Wirtschaft über Klimaschutz in Melle ins Gespräch kommen“, erklärte die Umweltbeauftragte. Ihr gehe es nämlich darum, das Thema Klimaschutz in der Stadt auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Schön wäre es, wenn allen dabei an einem Strang zögen.

Fragen zur Aktion beantwortet die städtische Umweltbeauftragte Josefa Schmitz unter Tel. 05422/965-278 oder E-Mail j.schmitz@stadt-melle.de


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