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Funktionsfähigkeit in Modellen getestet Verkehrserziehungswoche am Gymnasium Melle: Alternative Energiegewinnung Thema

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Melle. Das Motto „Die Welt nach Fukushima“ sollte Schülern und Lehrern bei der Verkehrserziehungs-Woche des Gymnasiums Anstoß geben, über Alternativen zur derzeitigen Situation nachzudenken. Die Sicherheit von Kernkraftwerken und von Kernfusionsreaktoren stand genauso zur Diskussion wie sämtliche Möglichkeiten der sogenannten alternativen Energiegewinnung.

Bei den diesjährigen Verkehrsprojekten während der Verkehrserziehungswoche am Gymnasium Melle hatten die 8. und 9. Klassen vielfältige Möglichkeiten, über Energieeinsparung im Allgemeinen und im Verkehr insbesondere zu recherchieren. Dabei stellten die Schüler fest, dass es gar nicht so einfach ist, die konventionellen Kraftwerke so einfach abzuschalten. Der sich neu aufstellende Energiemarkt hat dabei Probleme von Transport und Kapazität zu bedenken. Trotzdem wurde die Funktionsfähigkeit von Windkraftanlagen und Fotovoltaikanlagen genauer überprüft und teilweise deren Funktionsfähigkeit in Modellen getestet.

Ein besonders interessantes Feld war für einige Gruppen die Wasserstofftechnologie, die aber auch nicht als Allheilmittel gelten kann. Produktions- und Transportprobleme stehen einer Sicherstellung der Verfügbarkeit entgegen. Damit sind z.B. wasserstoffbetriebene Fahrzeuge, die mit Brennstoffzellen sehr umweltfreundlich laufen, nur schwer über ein Wasserstofftankstellennetz zu versorgen.

Den aktuellsten Bezug zu Energiealternativen hatte eine Klasse gewählt, die sich mit einem zu Jahresbeginn eingeführten Elektroauto auseinandersetzen konnte. Bei einem Werkstattbesuch waren Schüler und Lehrer gleichermaßen von der ziemlich ausgereiften Technologie fasziniert, die ihnen der Firmenleiter und die Mitarbeiter zeigen konnten. So ist es mit einem reinen Elektroantrieb und einem Benzinaggregat zur Stromgewinnung möglich, eine Reichweite von 600 km zu erzielen und damit der treibstoffgetriebenen Konkurrenz in nichts nachzustehen. Verblüffend war auch die fast geräuschlose Antriebsart, die Fußgänger vor ganz neue Probleme stellt. Nicht nur die Projektgruppe durfte die neueste Autotechnologie bewundern. Bei einer Fahrvorführung vor dem Gymnasium Melle konnten alle interessierten Schüler diese neueste Generation von Elektroautos besichtigen. Die Projektpräsentation im Foyer des Gymnasiums, in der alle Projektgruppen ihre Ergebnisse erläutern, ist noch bis zum Mittwoch zu besichtigen.


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