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"Man wird nur einmal gefragt" BBS Melle präsentierte sich bis heute auf der weltweit größten Bildungsmesse „didacta“

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fr Hannover/Melle. Unter dem schönen Namen „Bildungsgipfel im Flachland“ geht heute mit der „didacta“ in Hannover die weltweit größte Bildungsmesse zu Ende. Mit dabei: die Berufsbildenden Schulen (BBS) aus Melle.

Die BBS führen zurzeit das Unterrichtsprojekt „Was wollen wir essen“ durch. Darin geht es unter anderem um die verbraucherkritisch bewusst getroffene Entscheidung, welche Nahrungsmittel auf den Teller oder in den Einkaufskorb kommen. An dem Projekt zum Generalthema „Bildung für nachhaltige Erziehung“ beteiligen sich sieben Berufsschulen, ein Studienseminar und die Leuphana-Universität Lüneburg. Das übergreifende Projekt wird bis September von der Bundesumweltstiftung gefördert, und zwar nach den Worten von Schulleiter Hans Brandt momentan noch aus dem „Sekretärstopf“ von Generalsekretär Fritz Brickwedde. Danach soll daraus ein reguläres Projekt der Stiftung werden.

Brandt berichtete gestern am Rande der Messe von dem Anruf aus dem niedersächsischen Kultusministerium. Ob die BBS Melle nicht Lust habe, sich im Rahmen des Projektes auf der „didacta“ zu präsentieren? „Man wird nur einmal gefragt“, betonte Brandt und sagte dem Ministerialbeamten spontan zu.

Anja Spilles ist eine von drei Lehrkräften der BBS, die von Dienstag bis heute das Schulprojekt in Hannover vertrat. Die Lehrerin steht in der BBS Melle für den Bereich Hauswirtschaft und Pflege. Der Stand in Halle 23 gehört zur Präsentationsfläche des Ministeriums, das sich dort unter anderem mit den Themen inklusive Schule, Integration durch Bildung, Lesen, frühkindliche Bildung und eben auch Bildung für nachhaltige Entwicklung vorstellt.

„Wir wollen die Schüler zu mündigen Verbrauchern machen“, erklärte Anja Spilles. Dazu gehörten die ökonomischen, ökologischen und sozialen Fragen rund um das Thema Ernährung ebenso wie die gesundheitlichen Aspekte. Die Ernährung spiele im Leben eines jeden Einzelnen eine zentrale Rolle. „Darüber, was wir essen, haben wir Einfluss beispielsweise auf die Landwirtschaft“, so die Pädagogin. Mit jedem Einkauf entscheide der Verbraucher aufs Neue, wie sich das Umfeld künftig gestalte. „Ich kann also lenken“, verwies Anja Spilles auf die Bedeutung des Themas auch für die Persönlichkeitsbildung insbesondere von jungen Menschen.

Anja Spilles freute sich über die gute Resonanz auf dem BBS-Stand. Möglicherweise profitierte die BBS dabei auch von dem auffälligen Nachbarstand: Dort präsentierte sich die Intergrierte Gesamtschule Hannover-List mit der Schülerfirma „Imkerei“ und hatte unter anderem einen Imker-Schutzanzug ausgestellt und bot eigenen Honig an.

Am Stand auf der anderen Seite ging es um außerschulische Lernorte. Hier stellten Schüler des Christian-von-Dohm-Gymnasiums (Goslar) ihre Aktivitäten im Nationalpark Harz vor. Dazu gehört auch die Mitwirkung am Luchs-Projekt, das mit einem herrlichen Foto dieser heimischen Großkatze auf sich aufmerksam machte.


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