Unternehmer lobt Bürgermeister Solarlux geht nach Melle

Von Christoph Franken


Melle. Die Solarlux Aluminium Systeme GmbH mit Sitz in Bissendorf verlagert ihren Firmensitz samt Verwaltung, Wintergartenmanufaktur und Zentrallager nach Melle. Das gaben am Montagvormittag die Solarlux-Geschäftsführer Herbert und Stefan Holtgreife gemeinsam mit Melles Bürgermeister André Berghegger bekannt.

Damit beendet Holtgreife die Querelen am Standort Bissendorf, wo sich gegen die Erweiterungspläne seines Unternehmens Widerstand durch eine Bürgerinitiative und einige Kommunalpolitiker aufgebaut hatte.

Schon vor Monaten war deswegen wie berichtet ein 20 Hektar großes Areal in Drantum im Gespräch. Es liegt südlich der Allendorfer Straße und schließt an das Firmengelände der Maschinenbau-Firma Huning an. Solarlux prüfte aber auch noch weitere Standorte im Osnabrücker Land. Nach einem „intensiven Abwägungsprozess“ und der Prüfung mehrerer Standorte in der Region sei jetzt die Entscheidung für Melle gefallen, machte Herbert Holtgreife deutlich. Die schnelle Verfügbarkeit der Fläche, ihre Nähe zur Autobahn und ein nachbarschaftlich interessantes Umfeld hätten dafür ebenso den Ausschlag gegeben wie die kompetente und vertrauensvolle Begleitung durch Berghegger und sein Team in der Stadtverwaltung. Außerdem habe das Unternehmen mit dem neuen Standort Rücksicht auf seine in Bissendorf lebenden Mitarbeiter genommen.

„Wir gehen komplett raus aus Bissendorf, denn wir wollen nur einen Standort“, erklärte er. In diesem Zusammenhang hob der Firmengründer hervor, dass sich in Bissendorf Bürgermeister Guido Halfter und der Gemeinderat sehr bemüht hätten, ebenfalls Flächen zur Verfügung zu stellen. „Aber das wurde von einigen Personen gnadenlos torpediert, die auch infam agiert haben.“

Stefan Holtgreife sprach davon, dass sich die Erweiterungsabsichten in Bissendorf im Kreis gedreht hätten. Mit dem neuen Areal in Melle sei das Unternehmen nun aber für die Zukunft gewappnet. Solarlux werde in Europa und dem amerikanischen Markt weiter expandieren und wolle seine Position als Mark-, Innovations- und Qualitätsführer bei Glasfaltwänden, Wintergärten sowie bei Balkon- und Fassadenlösungen ausbauen.

Berghegger ist „stolz auf das Ergebnis“. Die Aufgabe der von ihm geführten Stadtverwaltung sei es gewesen, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Solarlux-Geschäftsführung unternehmerisch tätig werden könne. „Das ist uns im Zusammenspiel mit allen Fraktionen im Stadtrat gelungen, und darüber freue ich mich sehr.“ Nach Bergheggers Worten werden 13 der 20 Hektar Fläche an Solarlux verkauft und sieben Hektar als Reserve bereitgehalten.

„Wir werden respektvoll mit der Landschaft umgehen“, versprachen Herbert und Stefan Holtgreife mit Blick auf den Baubeginn Mitte 2014. Schließlich sei Solarlux mit seinen Produkten auch in der Architektur tätig. Dieser Anspruch werde sich auch in der Gebäude-Architektur widerspiegeln. So werde das Gebäude ästhetisch, transparent und energetisch autark sein. „Ein Aushängeschild für uns und für Melle“, sagte Stefan Holtgreife.