Paritätischer Wohlfahrtsverband Neue Beratungsstelle in Melle hilft, wenn plötzlich Pflege benötigt wird

Freuen sich, nun auch in Melle fachkundige Beratung rund um die Pflege anbieten zu können: Jana Stiebler, stellvertretende Pflegedienstleitung, und Projektleiter Yannik Mühlberg.Freuen sich, nun auch in Melle fachkundige Beratung rund um die Pflege anbieten zu können: Jana Stiebler, stellvertretende Pflegedienstleitung, und Projektleiter Yannik Mühlberg.
Petra Ropers

Melle. Plötzlich geht es nicht mehr alleine: Pflegebedürftigkeit trifft (nicht nur ältere) Menschen oft unvorbereitet. Fachkundige Beratung bietet in Melle daher der Paritätische Osnabrück.

Zum Jahresanfang eröffnete der Paritätische Wohlfahrtsverband Niedersachsen, Kreisverband Osnabrück, seine Beratungsstelle in Melle. In der Haferstraße 9 bietet Yannik Mühlberg umfassende Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen. Die Beratung – in der Beratungsstelle oder auch direkt zuhause – ist für Pflegebedürftige und Angehörige kostenfrei und unverbindlich. „Es ist wichtig, dass die Menschen eine Anlaufstelle vor Ort haben“, ist Mühlberg überzeugt.

Wenn sich diese Fragen stellen

Denn wenn der Alltag zunehmend schwerfällt und Hilfe benötigt wird, stellen sich Pflegebedürftigen wie Angehörigen unzählige Fragen: Welche Anträge können oder müssen wo und in welcher Form gestellt werden? Wie sieht es überhaupt aus mit eventuellen Ansprüchen gegenüber der Kranken- und Pflegekasse? Welche Unterstützung gibt es, um möglichst lange in den eigenen vier Wänden bleiben zu können? Und welche ganz praktischen Mittel können helfen, den Alltag trotz Einschränkungen zu bewältigen?

„Es ist schwierig, bei all den Fragen rund um das Thema Pflege den Überblick zu behalten“, weiß auch Jana Stiebler, stellvertretende Pflegedienstleitung des Paritätischen Osnabrück. Wenn es alleine nicht mehr geht, wird häufig ein Pflegedienst benötigt. Die Beratungsstelle in Melle hilft bei der Beantragung eines Pflegegrades, unterstützt bei Antragsformularen, Widersprüchen und Stellungnahmen. Doch das Beratungsangebot geht noch weiter.

Was leistet eine Wohnumfeldberatung?

Auf Wunsch kommt Yannik Mühlberg für eine Wohnumfeldberatung zu den Betroffenen nach Hause. Gibt es vermeidbare Stolperfallen in Haus oder Wohnung? Werden Umbaumaßnahmen erforderlich? Oder reichen vielleicht schon einfache Hilfsmittel aus – ein Greifarm etwa, wenn es mit dem Bücken nicht mehr so gut klappt. „Es gibt weit mehr Hilfsmittel als Rollator, Rollstuhl oder Gehstock“, betont Jana Stiebler. So muss es nicht immer gleich ein teures Pflegebett sein. Oft reichen verstellbare Lattenroste schon aus.

Auch bei den Hilfsmitteln gilt: Der Fachberater des Paritätischen weiß um die Finanzierungsoptionen und unterstützt auch hier bei etwaigen Antragsformalitäten. Und wenn es in den eigenen vier Wänden gar nicht mehr geht? Dann lotet die Beratungsstelle in Melle gemeinsam mit den Pflegebedürftigen und Angehörigen mögliche Wohnalternativen in der Umgebung aus – und die beschränken sich keineswegs auf einen Platz im Pflegeheim.

Wohngemeinschaften und betreutes Wohnen

Wohngemeinschaften sind nach den Erfahrungen des Paritätischen zunehmend gefragt. Gleiches gilt für das betreute Wohnen. Aber auch die 24-Stunden-Pflege kann – sofern das Wohnumfeld es ermöglicht – eine sinnvolle Alternative sein. Die Beratungsstelle Melle des Paritätischen Osnabrück kann in der Haferstraße 9 spontan aufgesucht werden montags und freitags von 8 bis 14 Uhr sowie mittwochs von 12 bis 17 Uhr. Weitere Gesprächstermine können vereinbart werden unter Telefon 05422 6049586.


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