Ab Mittwoch verschärfte Corona-Regeln 2Gplus: Aus für den Meller Weihnachtsmarkt? Das ist der Stand

Hat es sich für den Meller Weihnachstmarkt 2021 ausgeknuspert?Hat es sich für den Meller Weihnachstmarkt 2021 ausgeknuspert?
Stefan Gelhot

Melle. Was wird aus dem Meller Weihnachtsmarkt, wenn ab Mittwoch, 1. Dezember, Warnstufe 2 und mithin 2Gplus gelten? Wir haben bei einem "frustrierten" Michael Sutmöller nachgefragt.

Melle-City-Vorstandsmitglied Michael Sutmöller, Hauptorganisator des Weihnachtsmarktes, hatte am Montag allerhand zu tun. "Das Telefon klingelt pausenlos", berichtet er im Gespräch mit unserer Redaktion. Am anderen Ende jeweils Beschicker des Marktes, die wissen wollen, wie es nun weitergeht. Ob es weitergeht.

Denn das Land verschärft die Coronaregeln. Ab Mittwoch, 1. Dezember, müssen Besucher von Weihnachtsmärkten, die etwas verzehren möchten, 2Gplus vorweisen, also geimpft oder genesen sein plus einen tagesaktuellen Testnachweis haben. Selbsttests sind nicht zulässig. Das gilt im Übrigen nicht nur für Weihnachtsmärkte, sondern auch für Diskotheken, Gastronomie, Beherbergungsbetriebe und körpernahe Dienstleistungen.

Die Stadt Osnabrück liegt zwar (als eine von fünf Kommunen landesweit) noch unter einer Inzidenz von 100, wird sich aber trotzdem freiwillig der Warnstufe 2 anschließen. Der Landkreis muss wegen der Werte ohnehin eine Stufe hoch.

Ob und wie es in Melle weitergeht, will die Werbegemeinschaft Melle City als Ausrichter mit den Ausstellern besprechen. "Das ist uns ganz wichtig, das gemeinsam zu entscheiden", betont Sutmöller, "aber der Weihnachtsmarkt steht ganz klar auf der Kippe, da muss man sich nichts vormachen".

Wie wird Osnabrück entscheiden?

Ganz wichtig sei dabei der Blick in die Hasestadt. "Wenn Osnabrück seinen Weihnachtsmarkt beendet, kann ich mir nur schlecht vorstellen, dass wir alleine weitermachen würden. Es sind ja auch alle anderen Märkte abgesagt. Und wenn wir die einzigen wären, würden wir Probleme bekommen, die Besucherströme zu lenken." Außerdem gelte es zu überlegen, ob das Ganze noch verantwortbar sei: "Gesundheit und Sicherheit stehen an erster Stelle, das ist auch ganz klar."

Wenn es weitergeht, dann natürlich mit 2Gplus, heißt, neben einem negativen Testbescheid müssten alle Besucher eine FFP2-Maske tragen, eine OP-Maske reicht dann nicht mehr.

Bernd Kracke, Vorsitzender des Schausteller-Verbandes Weser-Ems, hat für das Budenvergnügen in Osnabrück allerdings nicht viel Hoffnung: "2Gplus ist jetzt der Weihnachtsmarktkiller". 

Bleibt die Frage, ob der Killer auch in Melle ein Opfer findet. Michael Sutmöller: "Es ist frustrierend. Sieben Monate Arbeit! Alles lief gut. Wir hatten reichlich Besucher  Aber ob der Weihnachtsmarkt Mittwoch noch stattfindet, kann ich nicht sagen. Das werden wir am Dienstag gemeinsam mit den Ausstellern entscheiden."


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