Stück der Waldbühne Melle Diese nicht ganz 39 Bilder zeigen, wie komisch "Die 39 Stufen" sind

Verfolgungsjagd auf einem Zug: Die Schauspieler brauchten wenig Requisite, um immer wieder skurrile Szenen darzustellen.Verfolgungsjagd auf einem Zug: Die Schauspieler brauchten wenig Requisite, um immer wieder skurrile Szenen darzustellen.
Stefan Gelhot

Melle. Von draußen nach drinnen: "Die 39 Stufen", das Sommerstück der Waldbühne Melle, ist zugleich auch das Winterstück. Am Freitagabend wurde die Krimikomödie erstmals im Theater aufgeführt. Und die Zahl 39 hätte fest noch eine zusätzliche Bedeutung erhalten.

Die sich verschärfende Corona-Lage dürfte ein wesentlicher Grund dafür gewesen sein, warum viele Plätze im Theater unbesetzt blieben. Ein paar Zuschauer weniger und die Zahl der Besucher hätte die 39 erreicht. Die Gäste aber, die den Weg zur Bühne gefunden hatten, durften immer wieder herzhaft lachen.

Vier Schauspieler, unzählige Rollen

Der Spionagethriller von John Buchan, den einst Alfred Hitchcock als Thriller verfilmt hatte, vergnügt hier als Krimikomödie mit einer Anreihung von situationskomischer Szenen.

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Hendrik Bönnschein als Putzfrau.

Insbesondere Hendrik Bönnschein interpretiert die Vielzahl seiner Rollen so, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als mindestens zu schmunzeln oder lauthals loszuprusten. Ob als Putzfrau, schottischer Bauer, Spion oder Polizist. Allein er verkörpert mehr als ein Dutzend Personen.

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Insgesamt schlüpfen die vier Schauspieler in mehr als 30 Rollen. Neben Hendrik Bönnschein wechselt auch Gisela Rosemann-Leiwe immer wieder ihre Identität. Mal ist sie Milchmann, mal Zeitungsverkäuferin. Mal Spion oder Polizist, mal eine Zugreisende, die anfängt, einen Striptease hinzulegen.

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Gisela Rosemann-Leiwe betört die Mitreisenden im Zug.
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Als Mr. Memory, einem Superhirn, das alles weiß, sagt sie einen derart komplizierten Text auf, dass ihr das Publikum in Anerkennung und Bewunderung dieser Leistung einen Sonderapplaus spendiert.

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Etwas weniger Stress beim Umziehen hat Dagmar Stachorra, die anfangs als geheimnisvolle Spionin Annabella in das Stück startet.

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Stefan Hakemeyer als Richard Hannay und Dagmar Stachorra als Anabella.

Sie sucht bei dem leicht depressiv wirkenden Richard Hannay, dargestellt von Stefan Hakemeyer, Schutz vor feindlichen Agenten und weckt in dem nun schmachtenden Hannay neue Lebensgeister. Doch ehe sich Hannay versieht, liegt Annabella mit einem Messer im Rücken längs auf seinem Schoß. Tot! 

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Wie aufstehen, wenn eine Leiche quer auf einem liegt?
Stefan Gelhot
Die Putzfrau entdeckt die Leiche.

Kurz vor ihrem Tod hatte Annabella von den "39 Stufen" und einem Ort in Schottland erzählt. Hannay, der nun als Mörder verdächtigt wird, macht sich auf, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Es beginnt eine Flucht von London in den Norden Großbritanniens. Nicht nur im Zug trifft er merkwürdige Gestalten.

Stefan Gelhot

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Achtung, das Zugfenster ist offen!
Stefan Gelhot

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Zeit zum Beten.

Zugleich sind Polizisten und Agenten hinter ihm her. Mitunter auch im Flugzeug.

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Oft sieht es so aus, als wäre die Flucht für Richard Hannay beendet. Doch dann taucht immer wieder ein rettendes Fenster auf, durch das er sich retten kann. Musikalisch begleitet wird die Komödie von Ralf Tabeling, der live für den richtigen Sound und die passenden Geräusche sorgt.

Stefan Gelhot
Ralf Tabeling.

Und wie geht die Geschichte schließlich aus? Was verbirgt sich hinter den "39 Stufen". Nun, die Auflösung verraten die Darsteller der Waldbühne in vier weiteren Aufführungen.

Die weiteren Aufführungen von "Die 39 Stufen"

  • 27. November, 20 Uhr
  • 28. November, 20 Uhr
  • 11. Dezember, 20 Uhr
  • 12. Dezember, 20 Uhr

Für das Theater Melle gilt aktuell die 2G-Regel (Stand 27. November).

Eintrittskarten sind erhältlich in der Geschäftsstelle der Waldbühne an der Mühlenstraße 23, telefonisch unter 05422 42442 oder auf waldbuehne-melle.com. Es gibt keine Tageskasse.

Weitere Impressionen von der Aufführung "Die 39 Stufen"

Stefan Gelhot
Unterwegs im Auto, doch dann ...
Stefan Gelhot
... zieht Nebel auf.
Stefan Gelhot

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Bitte nicht schauen, wenn sich eine Dame die Strümpfe auszieht.
Stefan Gelhot
Gut, dass bei typisch britischem Wetter die Scheibenwischer funktionieren.
Stefan Gelhot
Was mag hier wohl passiert sein?
Stefan Gelhot
Schönes Schlussbild.
Stefan Gelhot
Hendrik Bönnschein, Dagmar Stachorra, Stefan Hakemeyer und Gisela Rosemann-Leiwe.
Stefan Gelhot


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