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„Jetzt das Wasser schieben“ Neues Sportangebot im Meller Wellenfreibad

Von Marita Kammeier

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Knie anziehen, das Wasser schieben und schneiden: Kursleiter Moritz Wurm zeigt , wie es geht. Foto: Marita KammeierKnie anziehen, das Wasser schieben und schneiden: Kursleiter Moritz Wurm zeigt , wie es geht. Foto: Marita Kammeier

maka Melle. Schneiden, schieben, drücken“, lauteten die Anweisungen von Moritz Wurm, Kursleiter und Azubi im Wellenfreibad. Um die Übungen zu erleichtern, verteilte er rote Bretter und Handschuhe an die Gruppe der sechs Sportwilligen. Sie nutzen das kostenlose Angebot und treffen sich zweimal wöchentlich zur Wassergymnastik.

Morgens um kurz vor 10 Uhr ist die Welt noch überschaubar – zumindest im Wellenfreibad. Eine Schwimmgruppe trainiert, Wasserbegeisterte machen sich auf den Weg zu den Schwimmbecken – Ruhe und Routine spiegelt die Atmosphäre wider. Moritz Wurm lief an den Beckenrand, denn dort wartete die siebenköpfige Gruppe schon gespannt auf sein Programm. „Wir starten heute mit Hardcore.“ Gemeint war, es geht gleich richtig zur Sache.

Alle trainierten fleißig die Grundübungen zur Muskelerwärmung: Gehen, Laufen, die Knie gleichzeitig nach oben ziehen. Das sah aus wie bei den Fröschen und zählt zu den lustigsten aber auch effektivsten Übungen der Wassergymnastik. „Da musste ich auch durch, ich weiß, wie schwer das ist“, motivierte der Kursleiter. Durch den hohen Widerstand im Wasser sind die Übungen immer anstrengender als an Land.

Auch das „Gehen“ unter Wasser will gelernt sein. Aufmerksam führte die Gruppe die einzelnen Schritte aus, entwickelte so ein Gefühl für die optimale Bewegung und den natürlichen Rhythmus. Die Kraft- und Konditionsübungen schonen durch den Auftrieb des Wassers die Gelenke, Sehnen und den Rücken, kräftigen die Muskulatur sowie das Herz-Kreislaufsystem.

Nicht schwächeln, weiter ging es: Laufen, die Knie nach oben ziehen, bis sie die Wasseroberfläche berühren und boxen. „Jetzt mit dem Brett schneiden und schieben, dabei immer laufen“, kam die Anweisung. Kein Problem für die seit zwei Wochen trainierten Fans der Wassergymnastik.

„Jetzt das Tempo steigern und fünf Sekunden lang 100 Prozent geben.“ Diese Aufforderung kam mehrmals. „Also, wir können noch locker eine Stunde weitermachen“, rief die Damenriege mit Blick zur großen Uhr. Die zwanzig Minuten waren wieder mal zu schnell vorbei. „Das ist hier Wassergymnastik und keine Aqua Power“, erklärte der Trainer. Zum Abschluss noch einige Konzentrationsübungen. „Müssen wir jetzt Mathe machen?“ Die Frage wurde nicht geklärt, denn Schwimmmeister Uwe Lührmann schaute vorbei. Er leitet die kostenlose Wassergymnastik im Wechsel mit seinem Kollegen donnerstags von 7.40 bis 8 Uhr und samstags von 9.40 bis 10 Uhr.


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