Livestream am 4. Oktober ab 14 Uhr "Melle hält zusammen" – die Geschichte eines ganz besonderen Projekts

Christoph Maria Michalski.Christoph Maria Michalski.
Hergen Schimpf

Melle. Am Anfang hieß die Idee "Melle trotzt Corona". "Wie beeinträchtigt das Virus unser Leben? Und wie gehen wir damit um?" Das wollte der Bueraner Christoph Maria Michalski wissen, als er mit Mitte Juli sein erstes Konzept vorlegte. Das Ergebnis ist eine Sendung, die positive Energie ausstrahlt: "Melle hält zusammen" heißt es am 4. Oktober. Die Geschichte eines Pilotprojekts.

Michalski nennt sich "Der Konfliktnavigator". Er versteht es, zu moderieren, Impulse zu setzen, Begeisterung auszulösen. Und natürlich auch, sich selbst zu präsentieren. Sein Buch, in dem er Ratschläge zur Konfliktbewältigung gibt, nennt er durchaus selbstbewusst "Die Konflikt-Bibel". Ein Werk, dass ihn auch zum interessanten Gesprächspartner für Fernsehsendungen wie "brisant" in der ARD gemacht hat. Und mit diesem Selbstbewusstsein warb er auch bei uns, beim "Meller Kreisblatt", für sein Format eines Meller Bürger-TVs.

Positive Akzente statt Corona

Die beste Form der Krisenbewältigung, gerade in Corona-Zeiten, sei der gemeinsame Austausch untereinander, schrieb er. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Meller Bundestagsabgeordnete André Berghegger schon sein Mitwirken zugesagt, die Stadt Melle sagte alsbald ihre Unterstützung zu. Und auch wir mussten nur kurz überlegen. Nur war auch schnell klar: Corona sollte nicht im Mittelpunkt stehen. Wir wollten positive Akzente setzen. Die Ideen sprudelten, das Konzept überzeugte intern, das Livestream-erfahrene Produktionsteam von NOZ Digital war an Bord, das "Meller Kreisblatt" übernahm die Rolle des Mitveranstalters in einem – so muss man es nennen – Pilotprojekt.

Christoph Maria Michalski
Erster gemeinsamer Termin für die Planung von "Melle hält zusammen" im Juli 2020: Karsten Grosser vom "Meller Kreisblatt" und Initiator Christoph Maria Michalski.

Anfang August konkurrierte das Motto "Melle hält zusammen" zunächst noch mit "Ja, Melle!" und "Melle vereint!". Doch in diesen Sommertagen wurden alle wichtige Entscheidungen getroffen: Termin am 4. Oktober, #MELLEhältzusammen als Leitmotiv und das Solarlux-Foyer als Sendesaal; der Weltmarktführer für Glasfaltwände hatte schnell die Bereitschaft erklärt, seine Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Und Christoph Maria Michalski hing ständig am Telefon, um Gäste einzuladen, verfasste eine E-Mail nach der anderen. Das Erfreuliche: Es gab quasi keine Absagen. Einige wenige wohl, die sich nicht zurückmeldeten. Aber generell war der Zuspruch von Anfang an groß.

NOZ Medien
Diese Wortwolke nennt die Meller Ortsteile.

Tom Bartels etwa. Der aus Melle stammende Kommentator des WM-Endspiels 2014 ("Mach' ihn! Mach' ihn! Er macht ihn!") sagte sofort eine Liveschalte zu. Eine Teilnahme vor Ort ist nicht möglich, weil er am selben Tag eine Veranstaltung moderiert. Oder Pete the Beat. Mit bürgerlichem Namen heißt er Peter Wehrmann, ist Beatboxer und trat schon im "Quatsch Comedy Club" auf. Bei "Melle hält zusammen" begleitet er das Programm immer wieder mit seiner Mundakrobatik. Und Comedian Dietmar Wischmeyer alias Günter der Treckerfahrer spricht – hinter einem Deutschland-Fähnchen auf dem Schreibtisch, also passend zum kurz zuvor begangenen Tag der Einheit – ein sowohl deftiges wie nachdenkliches Grußwort.

Schauspieler und Fußballer

Ab September, nach der ersten Veröffentlichung, waren auch die Meller Bürger aufgerufen, sich zu beteiligen, Videos einzuschicken. Der aus Melle stammende Schauspieler Karim Köster (Richard von Brahmberg in "Verliebt in Berlin") war der erste, der reagierte. Weitere Filme, die am Sonntag eingespielt werden, folgten: von der Initiatiave Melle for Future, vom Gnadenhof Brödel, vom Wirtschaftsförderer der Stadt Melle, Florian Weßling. Aufgelöst wird in der Sendung auch, welches Fußballtrio den Wettbewerb an der digitalen Torwand im Melos Village gewonnen hat; Kicker aus fünf Vereinen waren am Dienstag am Ball – mehr oder weniger erfolgreich.

Märchenwald und Walz

Der Großteil der auf vier Stunden ausgelegten Sendung wird jedoch live ausgestrahlt. Etwa der Politik-Talk. Oder die Gespräche mit Kai Friedering, der einen Märchenwald im Kleinen angelegt hat, und Zoe Gwiasda, die fünf Jahre auf der Walz war und wahrscheinlich einen ganz Tag lang erzählen könnte von ihren Erlebnissen. Auch Musik wird es geben: Katrin Remmert vom Musikhof Melle, einst Mitglied der Harald-Schmidt-Show-Band, spielt Gitarre, der Meller House- und Hip-Hop-Produzent SGRO erklärt, wie man einen Song baut, und Car Ma alias Carolina Marks aus Westerhausen singt mit ihm zusammen.

Professionelle Produktion

Eingefangen werden die Bilder vom Produktionsteam der NOZ Digital, das mit moderner Übertragungstechnik und mehreren Kameras im Einsatz immer wieder die beste Perspektive einfangen wird. Etwa das Moderatorenduo Christoph Maria Michalski und – von der Waldbühne Melle – Dagmar Stachorra, das sich mal von der Galeria oberhalb der Tribüne, mal aus den Gesprächsnischen in den Show-Wintergärten die Bälle zuwerfen wird.

Karsten Grosser
Dagmar Stachorra wird "Melle hält zusammen" gemeinsam mit Christoph Maria Michalski moderieren.

Vor allem in den vergangenen zehn Tagen hat sich das Programm noch einmal zusehends gefüllt. "Melle hält zuammen" verspricht, die Menschen der Stadt in Verbindung zu bringen und einen gemeinsamen Austausch anzuregen. Die Sendung beginnt am Sonntag um 14 Uhr und wird unter anderem auf noz.de/mhz übertragen.


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